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12 Years a Slave Filmkritik

Nun lief der Oscar-Gewinner also doch noch in einem mir vertrauten Kino. Grund genug, den langen Weg auf mich zu nehmen und dieses Schicksalsspiel in mich aufzusaugen.

Im Film wird der freie Mann Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) gefangen genommen und als Sklave verschleppt. Ganze 12 Jahre dient er unter diversen Herren, bis ihm irgendwann die Flucht“ gelingt. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und konzentriert sich überwiegend auf die Geschehnisse während seiner Sklavenschaft.

„12 Years a Slave“ ist definitiv kein Film für einen gemütlichen Kinoabend. Vielmehr ist er Tragik pur, verpackt in wundervoll beängstigenden Bildern. Die Geschehnisse wirken real, die Darsteller tun dazu ihr übriges. Heraus kam ein packendes Werk, das von Anfang bis Ende fesselt.

Der Film verdient Lob für seine fantastischen Bilder und die zum Teil hervorragenden Darsteller. Dennoch möchte ich auch Kritik üben. Insgesamt erschien mir der Film ein klein wenig zu lang. Sicherlich hätte eine straffere Laufzeit nicht diese Dramatik vermittelt, aber so manch eine Szene kam mir doch zu gestreckt vor. Dazu kommt der Umstand, dass die ganze Härte der Thematik nicht so recht vermittelt werden konnte. Ich hatte stets das Gefühl, als würde man hier nun einen Bruchteil davon sehen, was wirklich geschah. Andererseits muss man im Hinterkopf behalten, dass der Film, wäre er noch härter, definitiv keine FSK-12-Freigabe mehr erhalten hätte.

Gehen wir doch einmal kurz auf den Cast ein. Chiwetel Ejiofor als Hauptdarsteller war mir beinahe ein Dorn im Auge. Zwar gab er den Mann, der nie aufgab, aber durch sein Schauspiel hatte ich vielmehr das Gefühl, als wäre er der Darsteller, der nicht für diese Rolle geboren wurde. Das soll heißen: Für den verschleppten Familienvater war er mir zumeist eine Spur zu cool. Lupita Nyong’o hingegen, die als beste Nebendarstellerin mit einem Oscar bedacht wurde, gefiel mir in ihrer Rolle als Sklavin schon bedeutend besser. Bei ihr hatte ich keine Probleme die Furcht dieser Gefangenschaft zu spüren. Dann wäre da natürlich noch der wunderbare Michael Fassbender, der den skrupellosen Master mit Bravour gibt. Bei ihm weiß man nie genau, was er als nächstes tun wird. Grandios gespielt! Und zuletzt möchte ich noch den guten Samariter Brad Pitt erwähnen, der in seiner engelsgleichen Rolle nicht so recht in den Film passen wollte.

Fazit

„12 Years a Slave“ erhielt dieses Jahr den Oscar für den besten Film. Verdient? Meiner Meinung nach nicht. Dennoch ist „12 Years a Slave“ ein großartiges und ungemein sehenswertes Werk mit beängstigend perfekten Bildern und einem sehr guten Cast.

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