|||

21 Jump Street Filmkritik

Ich habe ihn gefunden! Den Film, in dem Channing Tatums leicht dämlicher Gesichtsausdruck wie die Faust aufs Auge passt. Da er in 21 Jump Street” den leicht dümmlichen Cop spielen darf, hat er endlich seine Berufung gefunden. Und das zu einem Zeitpunkt, als ich dachte, er wäre wohl für nichts geeignet.

21 Jump Street” ist die Verfilmung der Fernsehserie, damals mit Johnny Depp in der Hauptrolle, dem übrigens auch im Film ein netter kleiner Auftritt spendiert wurde. Aber jetzt erzähle ich erst einmal kurz vom Film mit Channing Tatum und Jonah Hill in den Hauptrollen, die, unfähig wie sie als Cops nun mal sind, in die High School gesteckt werden, um dort undercover ein Drogengeschäft aufzudecken.

Schon nach den ersten Filmminuten wird klar, an wen sich dieser Film richtet. Er ist garantiert nichts für Leute mit Anspruch oder für Loriot-Verehrer. 21 Jump Street” ist eine teils versaute Teenie-Komödie, die mit schmutzigen Wörtern und dämlichen Sprüchen nur so um sich wirft und dabei die gewünschte junge Zielgruppe um jeden Preis anzusprechen versucht. Trotz Nachdruck gelingt genau das dem Film auch tatsächlich, ohne dabei in die tiefen Abgründe eines (z. B.) Scary Movie 2” abzurutschen. Ich habe mehr als einmal ganz laut gelacht und mich köstlich amüsiert, selbst wenn der Humor unter der Gürtellinie war. Doch nicht nur die dummen Sprüche lassen die Lachmuskeln arbeiten, sondern auch allerlei mehr oder minder geistreiche Einfälle im Film, die sozusagen als Situationskomik zwar abgeschaut, aber zumindest nett umgesetzt sind.

Die Darsteller passen als herrlich undynamisches Duo perfekt, arbeiten dabei zwar sämtliche Buddy-Movie-Klischees ab, müssen sich hinter den großen Vorbildern aber nicht verstecken. Der groß gewachsene Channing Tatum spielt sozusagen den dummen Haudegen, wohingegen der etwas dickliche Jonah Hill der peinliche Kopf dieser Zweimann-Organisation ist. Sozusagen das umgekehrte, an die heutige Generation angepasste, Bud Spencer und Terence Hill-Prinzip.

Warum habe ich jetzt so gut wie kein Wort über die Action verloren? Das liegt einfach daran, dass man lediglich gewohnte Actionkost im Sparmenü präsentiert bekommt. So richtig oft und krass kracht es nicht. Klar gibt es Schlägereien oder kleinere Verfolgungsjagden, aber diese wirken einfach zu vertraut. Und zudem steht der Spaß bei 21 Jump Street” definitiv im Vordergrund.

Fazit

Ganz klar ist 21 Jump Street” kein Film für Jedermann und auch nicht die Innovationsspritze schlechthin, aber zumindest eine wirklich witzige Komödie, die von Anfang bis Ende zu unterhalten weiß. Als 08/15-Komödie möchte ich 21 Jump Street” allerdings auch nicht abfertigen. Dafür ist er ein kleines Stück zu gut.

PS: Angesehen habe ich mir den Film auf DVD, die am 13. September 2012 erscheint. Soweit ich das erkennen konnte, war das Bild für eine DVD richtig gut und der Sound machte Dank zahlreicher Surround-Effekte viel Spaß.

Nächste Beiträge Die neue X-Force 4: Dark Angel-Saga 1 Review Die X-Force ist ein harter Haufen rund um Wolverine, der zwar nicht die Berechtigung zu Töten hat, es aber trotzdem gerne tun. In der Dark Ein Ticket für zwei Filmkritik Steve Martin und John Candy auf einem Roadtrip, der scheinbar direkt in die Hölle führt. :mrgreen: Neal Page (Steve Martin), gestresster
Neueste Beiträge Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review