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300 Filmkritik

Frisch aus der Vorpremiere gefallen, schon am Rumschreiben, wie 300 so war. Der neueste Streich von Zack Snyder. Und gleich mal vorneweg. Ich bin schwer begeistert!

Spartaner ergeben sich nie!

Storytechnisch ist der Film mal wieder nach einem Comic von Frank Miller gedreht (ja, der, der auch die Comics zum Sin City Film gemacht hat). Ich selbst habe den Comic zu 300 nicht gelesen und war ehrlich gesagt nicht so euphorisch auf den Film wie andere, als die ersten Infos aufkamen. Des weiteren hatte ich keine Ahnung um was es genau geht. Gut. Gut gebaute Männer kämpfen gegen irgendjemanden. 300 an der Zahl mussten es sein. Soviel war klar. Jedoch hab ich das, was ich heute im Kino zu sehen bekam nicht erwartet.

300 ist ein Spektakel, das Troja oder Gladiator in Sachen Coolness und Aufmachung weit hinten stehen lässt. Gedreht wurde wie bei Sin City vor grünen Wänden. Das meiste ist computergeneriert. Dem Film wurde daraufhin noch ein spezieller Filter verliehen, der die Sonne greller erscheinen lässt und Schatten düsterer. Die Umhänge der Protagonisten erscheinen im knalligen Rot, während sie selbst wohl eher durch ihre Bauchmuskeln überzeugen.

Zu Beginn des Filmes gab es eine kleine Einführung des Helden. Leonidas muss, wie jeder andere junge Mann aus Sparta auch, eine Menge Prüfungen hinter sich ergehen lassen, um zum perfekten Krieger zu werden. Es folgen einige Szenen aus seinem Ottonormalleben, bis urplötzlich dieser böse Perser auftaucht, der dann eigentlich genauso schnell wieder in der großen schwarzen Grube verschwindet. Ihr erinnert euch an den Schrei im Trailer? DAS IST SPARTA!! *wusch* weg war er…

Es dauert nicht lange, da führt Leonidas seine 300 Kämpfer auf das Schlachtfeld. Und genau da offenbart sich dann ein Gemetzel. Nicht nur, dass uns ständig eingebläut wird, dass diese Spartaner absolute Kriegsmaschinen sind und nur Vernichtung im Kopf haben, der Krieg wird hier absolut zelebriert.

Geschmeidige Zeitlupenszenen zeigen, wie sie sich durch Horden von Gegnern hindurchkämpfen. Die Feinde fliegen nur so umher, werden aufgespießt, aufgeschlitzt und zerschmettert. Blut spielt hier eine große Rolle. Ganz schnell ist da mal ein Bein oder ein Arm abgesäbelt. Blutfontänen inklusive. Die Bewegungen während dieses Gemetzels erinnerten mich vor allem etwas an Achilles aus Troja. (Ihr erinnert euch? Brad Pitt…) Die Darsteller im Film bewegen sich schnell, geschmeidig und direkt. Man denkt, man sieht sich eine neue Kampfsportart an. Absolut glücklich war ich darüber, dass bei diesen Szenen einfach drauf gehalten wird. Nicht wie bei anderen Filmen, wo man vor lauter Kameragewackel nichts mehr erkennen kann. Ergäbe dann: Draufhalten + Zeitlupeneffekt = grandios!

Natürlich könnte der eine oder andere jetzt sagen, dass ich verrückt bin, weil mir gefällt, wenn einem der Fuß wegfliegt, und das noch superlangsam, dass man ja jedes Detail erkennt. Aber hey. War es beim Soldaten James Ryan anders?

Ihr seht also. Der Film ist nichts für schwache Gemüter.

Für die Krieger unter uns im Schnelldurchblick:

  • starke Optik
  • geniale Effekte
  • Kämpfe mit Zeitlupeneffekt
  • Stahlgehärtete Brustmuskeln ohne auch nur ein Haar den ganzen Film durch. (Ich hab aber nur kurz überlegt, ob sie sich da zwischendurch mit ihrem Schwert rasiert haben. Hab den Gedanken dann schnell wieder verworfen.)
  • brutal
  • ein Film der von Minute zu Minute besser wird

Negativpunkt?

Ja, der Anfang. Ich fand, dass der Film erst zur Mitte wirklich gut wurde. Zu Beginn gab es sicherlich das eine oder andere wichtige Storyelement. Doch wen interessiert das schon, wenn Köpfe rollen? ;)

Fazit:

Hat euch Troja gefallen? Hat euch Gladiator gefallen? Fandet ihr Alexander genauso langweilig wie ich? 300 ist für euch ein MUST SEE!

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