|||

Alles eine Frage der Zeit Filmkritik

Zeit sollte man mitbringen, wenn man sich diese Zeitreise-Komödie mit romantischen Anleihen ansehen möchte. Schließlich sind die 124 Minuten Laufzeit erst nach über 2 Stunden Ansehen Vergangenheit.

Was ich damit sagen möchte: Hier hätten wir das perfekte Beispiel für einen Zeitreise-Film, der aus dem Schema F zwar nicht ausbricht, sich diesem aber nur bedingt bedient. Und schon ist der Fan dieses Genres gekränkt. Der sogenannte Schmetterlingseffekt bleibt bei Alles eine Frage der Zeit“ zwar nicht aus, die Folgen gewisser Veränderungen in der Vergangenheit haben allerdings bedeutend weniger Auswirkungen auf die Gegenwart, als man es von anderen Vertretern des Genres gewohnt ist. Jetzt mag man sagen, dass das doch nicht schlimm ist, wenn man mal einen etwas anderen Weg einschlägt. Und das ist es wirklich nicht. Schlussendlich ist die kleine Liebesgeschichte zwischen Tim und Mary richtig nett anzusehen, zuweilen aber auch etwas langatmig geraten. Dazu kommt, dass man irgendwann haargenau vorhersagen kann, wann Tim zurückreisen wird und was er letzten Endes auch ändern wird.

Ein weiterer Trailer-Blender ist gefunden. Was mir in 1 1/2 Minuten Filmvorschau sehr zu gefallen wusste, entpuppte sich in Filmform als nette Idee, grob fahrlässig verpackt. Ich wurde beständig das Gefühl nicht los, dass da mehr drin gewesen wäre. Etwas kürzer und damit brisanter hätte er ausfallen können. Vielleicht wären deutlichere Auswirkungen von Tims Zeitreisen das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Man wird es leider nie erfahren. So aber ist Alles eine Frage der Zeit“ ein weder besonders gelungener, noch besonders schlechter Zeitvertreib. Der Film ist durchaus amüsant und hat den einen oder anderen überzeugenden Moment.

Macht euch keine Gedanken über den Sinn oder Unsinn von Zeitreisen. Bei vielen Filmen ergibt das irgendwann einfach keinen Sinn mehr. Bei Alles eine Frage der Zeit“ hingegen denkt man gar nicht erst darüber nach. Beim Ansehen hatte ich nicht das geringste Interesse daran, über den Sinn des Zeitreisens sowie die Auswirkungen nachzudenken. Ist das nun positiv zu werten, oder negativ? Ich weiß es leider nicht. Von daher spreche ich keine Empfehlung aus, möchte den Film aber dennoch all denen ans Herz legen, denen beispielsweise (der großartige) Butterfly Effect“ als Zeitreisefilm zu hart ist.

Fazit

Harmlos.

Nächste Beiträge Ernest & Célestine Filmkritik „Ernest & Célestine“ ist Kandidat für die diesjährige Oscar-Verleihung. Ob es der französische Zeichentrick allerdings schaffen könnte, den Daredevil – Das Ende aller Tage Review Daredevil ist tot, lang lebe Daredevil! Brian M. Bendis und David Mack lassen Matt Murdock sterben. Keine Sorge, wir werden aus der Kontinuität
Neueste Beiträge Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 2 Review Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 1 Review Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch)