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American Hustle Filmkritik

In den funky 70s konnte man noch Fenster einwerfen, nur um sie später teuer, dank der eigenen Glaserei, wieder zu reparieren. Willkommen in der Welt von American Hustle“, einem Schauspiel-Meisterwerk im wunderschön-nostalgischen Setting.

Der Trickbetrüger Irving Rosenfeld (Christian Bale) verscherbelt gefälschte Kunst und macht Geld mit seiner Wäscherei, sowie auch Glaserei. Eines Tages lernt er Sydney Prosser (Amy Adams) kennen, verliebt sich in sie und betrügt mit ihr nicht nur seine Frau. In Sachen Kreditbetrug kann den beiden niemand das Wasser reichen, bis der erfolgshungrige FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) die beiden auf frischer Tat ertappt. Gemeinsam mit ihm versuchen sie, um einer Haftstrafe zu entkommen, noch größere Fische an Land zu ziehen.

American Hustle“ ist einer dieser klassischen Wer-mit-wem-Filme, bei denen man erst am Ende entweder begeistert die Hände in die Höhe streckt oder ernüchtert ausruft, dass man sich das ja eh gedacht hat. Und damit wären wir bereits beim einzigen Kritikpunkt des Films angelangt. American Hustle“ bemüht sich nicht besonders darum, uns ein überraschendes Ende vorzusetzen, sondern konzentriert sich vielmehr auf das Schauspiel. Und ebendieses ist fantastisch. Ob nun Christian Bale, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence oder Jeremy Cooper, hier überzeugt wirklich jeder in seiner Rolle. Vor allem Christian Bale, vielen bekannt als Batman-Darsteller, erfreut nicht nur optisch. Ein dicker Wannst, Halbglatze mit Streuhaaren und diese ewig runterrutschende Brille, Bale wusste genau, wie man einen eigentlich ekligen Kerl als selbstbewussten Macho darzustellen hat. Seine Performance hat mich wirklich schwer beeindruckt und beweist so einmal mehr, dass er zur Topriege Hollywoods gehört. Doch wie bereits gesagt, auch die anderen Schauspieler gefallen in ihren jeweiligen Rollen ungemein. Ein jeder verleiht seiner Figur das gewisse Etwas und dank ausreichend Screentime je Charakter kommt auch niemand zu kurz. Regisseur David O. Russel schuf so, um auf meine Einleitung zurückzukommen, ein Schauspiel-Meisterwerk.

Tiefe Ausschnitte bei Frau und Mann, das waren die 70s. Amy Adams ist natürlich das Paradebeispiel für einen Hauch Erotik in einem Film, bzw. dafür, wie man es richtig macht. Hier darf und soll auch das Kopfkino mitspielen, während bei The Wolf of Wall Street zuviel nackte Haut irgendwann ermüdend wirkte. In den 70s ging man in die Disko, tanzte ausgelassen zu Donna Summers I Feel Love, trank zuviel und nahm natürlich auch Drogen. Die Atmosphäre ist genial, das Setting perfekt. Dazu noch die fantastischen Kostüme und Bradley Cooper mit Löckchen, sowohl auf dem Kopf, als auch auf der Brust,… ich bin immer noch begeistert.

Fazit

Die wilden Siebziger, wunderschön und perfekt gespielt, aber leider nur mäßig spannend. David O. Russel schuf nach Silver Linings ein weiteres Meisterwerk, das sicher den einen oder anderen Oscar verdient hat!

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