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Animal Man 1: Die Jagd Review

Müsste ich einen WTF-Award vergeben, im Augenblick würde ihn wohl Animal Man” verdienen. So etwas abgedrehtes habe ich schon lange nicht mehr gelesen, bzw. angesehen. Allerdings nicht im negativen Sinne.

Story

Ein Held sieht Rot! Sind Animal Man Buddy Baker und seine kleine Familie bereit für das bodenlose Grauen, das vor ihnen liegt? Welchem Horror werden die Bakers auf dem Weg in den Krieg um das Leben selbst begegnen? Erfahrt außerdem die schockierende Wahrheit über die Herkunft, das Erbe und die Bestimmung von Animal Man und seinen Kräften!

Review

Was anfangs noch nach gewöhnlicher Superheldensuppe mit merkwürdiger Optik aussieht, entwickelt sich binnen weniger Seiten zu einem abgedrehten Horrortrip. Animal Man und seine Tochter, die plötzlich selbst Superkräfte entwickelt, müssen in das Rot” und genau dieses auch beschützen. Die böse Fäule” in Form von drei gefräßigen Monstern sitzt ihnen bereits im Nacken. So abgedreht das klingt, so krass sieht es auch aus. Verzogene Gesichter, abgezogene Haut, offene Wunden, Blut, Gedärme usw. Travel Foreman ist mit seinen Zeichnungen nicht gerade zimperlich und lässt wirklich keine Abscheulichkeit aus.

Die Geschichte ist gut, aber irgendwie verwirrend. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass ich Animal Man zuvor noch nie gelesen habe, aber selbst am Schluss des Bandes wusste ich nicht so genau, was das Rot nun wirklich ist. Klar, irgendein Ort an dem alle Animal Man nach ihrem Tod zusammen kommen. Aber wie jetzt, wirklich? Na gut, warum nicht. Man muss sich eben drauf einlassen. Jeff Lemire scheißt mit seinem Fantasy-Horror-Trip zwar nicht auf Logik, geht aber auch nicht zu 100% darauf ein. Richtig gestört hat mich das dann letzten Endes auch nicht wirklich, da die Geschichte sehr zu fesseln wusste. Zudem schafft Lemire es, im Gegensatz zu vielen anderen, mir das Gefühl zu geben, dass wirklich einmal etwas unglaublich schief laufen könnte. Und mit dem Cliffhanger am Ende sieht es eh danach aus, dass ich Band 2 ganz dringend lesen muss, um zu erfahren, ob die Welt nun zugrunde gehen wird oder nicht. (Keine Angst, damit habe ich nicht zuviel verraten.)

Animal Man” hat mir extrem gut gefallen, auch wenn ich hier und da ein wenig auf dem Schlauch stand. Jeff Lemire kommt nie in Erklärungsnot und bemüht sich um eine schlüssige, wenn auch abgedrehte Geschichte, die wahnsinnig zu fesseln weiß.

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