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Avengers: Age of Ultron Filmkritik

Du liebe Güte, 3 Jahre nach dem ersten Avengers-Film hat es nun tatsächlich - oder endlich - der zweite Teil ins Kino geschafft. 3 Jahre, in denen man sich wirklich viel hat überlegen können, in denen die Story ausgearbeitet und stets verbessert wurde, in denen die Computereffekte noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht haben, und dann… nun ja, ein wahr gewordener, wenn auch eher einfallsloser, Comictraum mit Action und Herz weiß einen jeden Superhelden-Fan für sich einzunehmen.

In Avengers: Age of Ultron“ stellt sich Trupp Kabumm dem bösen Ultron, der durch das Internet quasi unbezwingbar scheint. Denn schließlich ist er damit überall und nirgendwo und eine Vernichtung seinerseits erscheint beinahe schon aussichtslos. Ganz nebenbei bahnt sich eine kleine Liebesgeschichte an und zwei X-Men finden (endlich) ebenso den Weg ins andere Marvel-Universum. Regisseur Joss Whedon schafft es dabei grandios die selbstauferlegten Grenzen der Marvelfilme langsam aber sicher niederzureissen. Denn der Neuzuwachs, bestehend aus Wanda Maximoff (Scarlet Witch) und Pietro Maximoff (Quicksilver), tut der Gruppe und dem Film sichtlich gut. Dazu deutlich mehr Hawkeye-Einsatz mit einer großartigen Überraschung und - Fanservice deluxe - Vision als beinahe unbezwingbarer Android. Irgendwie schon genial.

Weniger genial hingegen sind die Kämpfe, obgleich diese natürlich einmal mehr das Adrenalin in Wallung bringen. Dennoch wirkt der schier endlose Kampf gegen die Robotermassen irgendwann ermüdend. Denn was schert es mich, wenn Thor und der Hulk ein paar Blechkameraden in Stücke reißen? Doch die Macher wussten selbst diese Szenen geschickt mit etwas Humor und vor allem netten Moves anzureichern, ganz zu schweigen vom lange erwarteten Kampf zwischen Hulk Buster und dem Hulk höchstpersönlich - einfach großartig.

Avengers: Age of Ultron“ wirkt deutlich ausgeglichener als noch der erste Teil, zumindest was die Screentime der unterschiedlichen Charaktere angeht. Wo ich bei The Avengers noch das Gefühl hatte, als handelte es sich um eine Fortsetzung zu Iron Man“, wirkt dieser Film nun wirklich wie eine Ansammlung der größten Helden und damit aber auch irgendwie unantastbar. Dazu kommen ein paar wenige Minuten, die mir persönlich als zu langatmig erschienen - sowas gab es beim Vorgänger zu keiner Sekunde.

Der Film bietet unzählige Highlights, zahlreiche Überraschungen, gute Action, etwas Drama und eine gute Prise Humor. Dennoch gefiel mir persönlich Teil 1 besser, da er irgendwie amüsanter, frischer und besser erzählt wirkte. Avengers: Age of Ultron“ hat irgendwie den Touch einer Zwischenstation. Das große Ganze weiß der Film nicht voranzubringen, eher sind es kleine Details. Und so werden wir wohl oder übel auf Avengers: Infinity War - Part I“ im Jahre 2018 warten, der dann ziemlich sicher das Marvel-Filmuniversum auf den Kopf stellen wird. Doch ob Zwischenstation oder nicht, Avengers: Age of Ultron“ ist ein sehr guter Genrevertreter, keine Frage.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja.

PS: Der Avengers-Quicksilver (Aaron Taylor-Johnson) bleibt meiner Ansicht nach weit hinter dem X-Men-Quicksilver (Evan Peters) zurück, obgleich Aaron Taylor-Johnson wohl für eine der dramatischsten Szenen im Film sorgt.

Tipp: Bleibt nach dem Film noch ein wenig sitzen. Denn wie bei jedem Marvel-Film bekommt ihr auch hier noch etwas zu sehen.

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