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Before Watchmen: Silk Spectre Review

Wer hätte je gedacht, dass in einem Before Watchmen”-Band einmal nicht eine Vorgeschichte zu Watchmen” erzählt wird, sondern die eines pubertierenden Mädchens auf ihrem Selbstfindungstrip. Und Trip ist hier genau das richtige Wort, denn Autor Darwyn Cooke und Zeichnerin Amanda Conner entführen uns in eine Welt der Drogen, sowohl optisch, als auch mit Worten. Und wie sieht das aus? So genial wie verrückt.

Zurück zu Silk Spectre aka Laurie Juspeczyk, die von ihrer Mutter, der ehemaligen Silk Spectre, zur neuen Superheldin herangezogen wird. Doch Laurie hat vorerst weder Lust auf ihre Mutter zu hören, noch Verbrecher zu bekämpfen. Und so sucht sie sich einen Freund und beide flüchten im Hippie-VW-Gedächtnisbus gen Drogenrausch.

Laurie, vorübergehend Laur getauft, findet neue Freunde und entdeckt das lockere Leben der Swinging Sixties für sich. Alles scheint so einfach, bis ein böser Konzern auf die Idee kommt, die drogensüchtige Jugend mit einem neuen Stoff vollzupumpen, der sie kaufsüchtig machen soll. Ahhhhh ja… Das funktioniert soweit, bis Laurie die Nase voll hat und im neu geschneiderten Aufzug auf Verbrecherjagd geht. Dabei geht sie nur wenig zimperlich vor, muss einstecken, teilt aber auch gehörig aus. Dabei wissen - wie im Rest des Bandes auch - die Zeichnungen sehr zu gefallen. Man spürt zu jeder Sekunde, dass hier eine Frau am Werk war, und genau das tut dem Band extrem gut. So wirkt die Geschichte nicht nur erzählerisch, sondern vor allem auch optisch wie ein Teenie-Traum.

Before Watchmen: Silk Spectre” ist anders als alle Before Watchmen”-Bände, die ich bisher gelesen habe. Natürlich arbeitet auch dieser (ganz leicht) auf die Geschehnisse aus Watchmen” hin, doch wirken die Bezüge so gering wie unnötig. Dennoch macht der Band Spaß, wenngleich ich mir für diesen sexy Charakter eigentlich gerne einen etwas erwachseneren Band gewunschen hätte.

Fazit

So grell und bunt wie ein Teenie-Leben nun einmal ist, so ist auch Before Watchmen: Silk Spectre”. Selbstverständlich lesens- und sehenswert, aber im großen Watchmen”-Universum irgendwie nur ein kleines Licht.

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