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Bionic Resistance - Vertical Dreams EP Review

Warum nicht einfach eine Synthwave-EP für Skater? Bionic Resistance nahm sich genau das zur Aufgabe, kam, sah und siegte. Die EP überzeugt mit träumerischen Synthwaves, immer nahe an der von Skatern überlaufenen Strandpromenade.

Vertical Dreams” erinnerte mich zum einen an den Soundtrack zum Snowboard-Film The Art of Flight” mit seinen zum Teil äußerst atmosphärischen Tracks, zum anderen aber immer wieder an meine GTA-Ausflüge hin zum Strand. Dort schlenderte ich mit meiner Spielfigur an der Promenade entlang, beobachtete die Menschen beim Herumspazieren und den Sonnenuntergang durch Palmenblätter hindurch. Vertical Dreams” ist einfach schön anzuhören, ob nun beim Chillen mit Freunden oder beim Ausruhen im Garten mit Kopfhörern und geschlossenen Augen.

Die EP beginnt mit dem Track Streets of Dogtown”, einem dem Highlights der EP. Der äußerst ansprechende Track beginnt mit einer Aussage, vermutlich der eines Skaters, die uns auf den Ritt durch Dogtown (Los Angeles) vorbereitet. Wir schwingen uns also auf das Board und erkunden mit Skateboard-Größen wie Stacy Peralta oder Tony Alva eine Gegend, die die Ästhetik des heutigen Skateboardens prägte.

Darauf folgt Concrete Nights”, ein ebenso träumerischer Track mit schöner Melodie und Bassline. Mit The Grentec Ride” erkunden wir weitere Ecken von Dogtown, sind aber immer noch auf der Promenade unterwegs, die Sonne und das Meer stets im Blick. Dieser Track passt wunderbar in das bisherige Gesamtkonzept.

Und plötzlich befinden wir uns quasi übergangslos inmitten des titelgebenden Tracks Vertical Dreams”, der sich weder aufdrängt, noch sonderlich aus den ersten 4 Tracks der EP heraus sticht. Centripetal Force” hingegen stellt daraufhin eine Art Bruch dar. Ein Bruch mit den bisherigen, eher sanften Synthesizer-Klängen. Der Track arbeitet mit leicht dunkleren Sphären ohne jedoch zu düster zu wirken. Zudem erkenne ich hier zum ersten Mal den Einsatz von Piano-Klängen, die dem Geschehen eine gewisse, zusätzliche Abwechslung mit einbringen.

Fading Memories” - zurück zum Konzept. Die Klänge wirken vertraut, der mit Centripetal Force” einher gegangene Stilwechsel ist schnell wieder vergessen. Überraschenderweise aber brechen wir mit Zephyr” erneut aus den vertraut-träumerischen Klängen der ersten Tracks aus, ohne jedoch die Traumwelt zu verlassen. Zephyr” darf auch mit Gitarrenriffs arbeiten, die dem Track wirklich sehr gut tun.

Mit dem äußerst aufregenden und zugleich ansprechenden Skate or Die” endet diese EP dann auch schon. Mit letzten, durchaus großartigen Gitarrenklängen verabschiedet sich Bionic Resistance vorerst von uns. Der Künstler aus Bremen schuf mit Vertical Dreams” eine äußerst ansprechende und träumerische Synthwave-EP, die man dem Thema Skateboarding durchaus zuordnen kann, obgleich sie sich sehr wohl, wenn nicht sogar noch besser, als Beachmusic für die chilligen Stunden im Leben eignet.

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