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Blau ist eine warme Farbe Review

Julie Maroh erzählt und bebildert die Geschichte einer eigentlich ganz normalen Liebe. Einer Liebe zwischen zwei Frauen. Dabei ist Maroh mit ihren Ausführungen sowohl offensiv, als auch zurückhaltend, beharrt aber völlig zurecht darauf, dass gleichgeschlechtliche Liebe absolut in Ordnung ist.

Blau ist eine warme Farbe” nimmt sich einer immer noch gefürchteten Thematik an und übt nachdenklich machende Gesellschaftskritik aus. In der Graphic Novel ist sich das junge Mädchen Clementine über ihre Gefühle im Unklaren. Der Gesellschaft nach soll sie einen männlichen Freund haben. Ihr Herz scheint aber dagegen zu sein, was sie sich vorerst allerdings nicht eingestehen will. Eines Tages trifft sie auf Emma, die ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Julie Maroh weiß mit den Gefühlen des Lesers zu spielen und schickt diesen auf eine emotionale Berg- und Talfahrt, bei der einem die authentischen Figuren binnen weniger Seiten ans Herz wachsen.

Die Graphic Novel nimmt sich geschickt zahlreichen Punkten an, die allesamt auf einem falschen Gesellschaftsbild aufbauen. So zeigt uns Julie Maroh, warum viele ihre Gefühle unterdrücken wollen und damit Jahre ihres Lebens verstreichen lassen. Sie zeigt, dass alles doch so einfach wäre, viele Menschen aber genau das nicht sehen wollen oder können. Bei all ihren Ausführungen geht sie gewandt mit Worten und Zeichnungen um. Vor allem letztere wussten mich aufgrund der aussagekräftigen Mimiken, sowie den gelungenen Schattierungen, zu begeistern.

Eigentlich sollte Blau ist eine warme Farbe” als Schullektüre eingeführt werden. Homosexualität ist keine Krankheit, sondern völlig in Ordnung! Und wie es auch im Buch steht: Jeder sollte lieben dürfen, wen er will! Alteingesessene Ansichten haben eigentlich keinen Platz mehr in der heutigen Gesellschaft, kämpfen aber immer noch um eine Daseinsberechtigung. Und so geht es leider vielen Menschen schlecht, obwohl sie eigentlich gar nichts falsch machen.

Blau ist eine warme Farbe” erscheint beim Splitter-Verlag als 156 Seiten starkes Hardcover-Buch, das dem Inhalt mehr als gerecht wird.

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