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Brick Mansions (Extended Edition) Filmkritik

Paul Walkers letzter, vollständig abgedrehter Film vor seinem Tod. Natürlich musste ich den sehen, zumal ich das Original Ghetto Gangz über alles liebe. Doch wie das mit Remakes nun einmal so ist, nicht jedes weiß zu überzeugen.

Kurzinhalt: Schmelztiegel BRICK MANSIONS, Detroit. Herrschaftsterritorium des Drogenbarons Tremaine (RZA) und Einsatzgebiet von Undercover-Cop Collier (Paul Walker) im Kampf gegen Kriminalität und Korruption. In dem von einer gewaltigen Mauer abgeschotteten Ghetto tobt die tägliche Gewalt. Doch die bekommt eine ganz neue Dimension, als Tremaine in den Besitz einer hochgefährlichen Waffe gelangt, mit der er die ganze Stadt zu vernichten droht. Die wahnsinnige Bedrohung fordert ungewöhnliche Maßnahmen: Im Kampf gegen den Drogenboss vereint sich Collier mit dem Ex-Sträfling Lino (David Belle) zu einem schlagkräftigen Team und ist auf dessen Insiderwissen angewiesen. Der hat eine ganz persönliche Mission — denn Tremaine hat Linos Freundin in seine Gewalt gebracht…

Harte Action, schnelle Schnitte und Lächerlichkeit bis zum Abwinken. Hollywood hat es geschafft einen einst guten (französischen) Film vollends zu verhunzen. Einzig die Parkour-Einlagen David Belles wissen erneut zu überzeugen, wenngleich diese unnötig aufgeputscht wirken, beispielsweise durch im Hintergrund stattfindende Explosionen, die zudem extrem billig wirken.

Paul Walker sollte als Zugpferd gelten, wirkt im Geschehen allerdings mehr als verloren. Zudem erscheint seine Einführung mitsamt einer Verfolgungsjagd, bei der er auf dem Kofferraum eines Autos hängt, unglaublich unglaubwürdig. Hier wurden alle Register übertriebener Action gezogen. Da kann nicht einmal Fast & Furious 6 mithalten - und das mag etwas heißen.

Brick Mansions hat es eigentlich geschafft, all das zunichte zu machen, was Ghetto Gangz einst noch auszeichnete. Einzigartige Parkour- und Actionszenen mit relativ ruhiger Kameraführung. Dazu eine gelungene Geschichte mit extrem sympathischen Charakteren. Jetzt aber wirkt alles nur noch billig. Selbst David Belle, der im Endeffekt dieselbe Rolle erneut spielt, kann sich sichtbar nicht mehr mit der Figur identifizieren. Dazu RZA als unglaublich lächerlicher Gangsterboss, der seinem Vorgänger Bibi Naceri nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Nein, vielmehr muss er als übercooler Gangsta in Erscheinung treten, untermalt von nervigem Hip Hop Gedöns.

Lächerlich ist ein gutes Wort im Zusammenhang mit dem Film. Und dieses rollt einem vor allem dann über die Zunge, wenn man den Vorgänger gesehen hat. Vermutlich lernte ich gerade deshalb das Remake zu hassen. Doch auch als Neueinsteiger kann man oftmals nur verlegen den Kopf schütteln. Der Film wirkt unfertig und unrund, einmal völlig davon abgesehen, dass man einen lediglich lauwarmen Aufguss serviert bekommt. Innovation - wer braucht die schon.

Brick Mansions ist schlimmer als erwartet und vor allem für Fans des Originals ein Schlag in die Magengrube. Ich frage mich wirklich, warum man über so etwas macht? Des Geldes wegen? Das kann wirklich nur der einzige Grund sein.

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