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Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review

Call of Duty steht für mich seit jeher, bzw. seit dem ersten Modern Warfare (2007), für denkwürdige Momente, gut ausgearbeitete Charaktere und packende Kampagnen. So nun auch die 2019er-Auflage, bei der man auf eine Versionierung verzichtete. Stattdessen versuchte man sich an einer Art Neuanfang.

Und dieser Neuanfang ist mehr als gelungen!

Grafisch auf der Höhe der Zeit, überzeugen hier allen voran die Mimiken während der Zwischensequenzen, sowie die Nachteinsätze. Als ich zum ersten Mal das Nachtsichtgerät aufgesetzt habe um eine Terrorzelle mitten in London auszuheben, lief es mir (vor Freude) eiskalt den Rücken hinunter. Es war, als würde man einen realen Einsatz im Fernsehen beobachten.

Dies war einer dieser zahlreichen Aha-Momente, die diese Serie ausmachen. Ein anderer: Ich spiele eine der Hauptprotagonistinnen als Kind (eine von mehreren Rückblenden). Sie ist zuhause und muss sich alleine gegen einen übermächtigen russischen Schurken zur Wehr setzen. Dies wird durch die Szenerie, die Situation an sich und die musikalische Untermalung zu Nervenkitzel pur.

Apropos musikalische Untermalung. Sarah Schachners Soundtrack ist auf sich alleine gestellt ein Meisterwerk. Ich habe ihn bereits gehört, noch bevor ich das Spiel begonnen habe. So habe ich ihn lieben gelernt und erwartungsvoll in Richtung Spiel geblickt. Auch dort darf der Soundtrack mit seinen punktgenauen Einsätzen trumpfen, hält sich aber allgemein etwas zurück. Er wird doch eher leise eingespielt und kann so nicht immer seine außerordentliche Wirkung entfalten. Von daher meine Empfehlung: Hört euch den orientalisch angehauchten Soundtrack einfach einmal so an. Ihr dürft mir später dafür danken.

Der neueste Teil der Reihe wird mir genauso in Erinnerung bleiben, wie die zahlreichen Vorgänger. Bei Modern Warfare (2019) sind es die bereits erwähnten Momente sowie der mittlerweile noch coolere Captain Price oder der Terroranschlag in London, sprich der Einstieg in das Spiel. Die kleine Gruppe, bestehend aus Captain Price, der Freiheitskämpferin Farah und den Soldaten Kyle und Alex, entsteht im Verlaufe der etwa 6 Std. langen Kampagne. Jeder Charakter für sich ist absolut einprägsam. Hervorheben muss man allerdings Farah, deren von Schicksalschlägen geprägter Lebensweg perfekt inszeniert wurde.

Mich hat die Kampagne von der ersten Sekunde an gepackt und bis zur letzten Szene mitgerissen. Und im Grunde schreit am Ende alles nach Fortsetzung, die ich mir über alles wünsche. In diesem Sinne: Modern Warfare (2019) ist ein toller Call of Duty Ableger der Modern Warfare Reihe”. Im direkten Vergleich zum großartigen ersten Modern Warfare (2007) mag er vielleicht verlieren, aber nichts desto trotz ist es einer der besten Shooter, die ich in den letzten Jahren spielen durfte.

Schlusswort: Shitstorm

Die Serie weiß seit jeher zu polarisieren. So auch der neueste Teil, bei dem einmal mehr” die Russen die Bösen sind. Nun könnte man argumentieren, dass es nur ein Spiel ist. Jemand muss der Böse sein. Andererseits, warum sind es nicht einfach mal die bösen Österreicher”? Das Spiel fuhr unzählige schlechte Kritiken ein, lediglich aufgrund dieses Umstandes. Ich bin in der Hinsicht neutral. Wenn es die bösen Oberpfälzer wären, würde ich auch kein Fass aufmachen. Aber man kann es eben nicht jedem Recht machen.

Bild © Activision

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