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Code Elektro — WOLF Album Review

Nur noch wenige Tage bis zum Erscheinen (3. Juni) des brandneuen Albums von Code Elektro. WOLF ist mehr als nur ein Album, es ist ein Soundtrack zu einem imaginären Cyberpunk-Film, eine Reise durch die von Neonreklamen durchzogenen Straßen einer verregneten und von Intrigen gezeichneten Stadt. Auf unserer Reise begegnen wir allerdings auch Usern und Programmen vom Raster sowie extraterrestrischem Leben auf der Suche nach neuen Welten. Und mittendrin ist dann der Leitwolf, unser Wegweiser und Führer durch die dunkelsten Nächte, stets spür- und hörbar an unserer Seite, doch nur selten zum Greifen nahe.

WOLF ist in erster Linie ein Soundtrack, irgendwie vertraut und doch neu. Und damit handelt es sich auch genau um das, was uns der Künstler vermitteln wollte: Eine Mischung aus Blade Runner”, TRON: Legacy” oder Matrix”. Doch ich höre da noch viel mehr heraus! Einflüsse des bemerkenswerten Mass Effect”-Soundtrack schwingen genauso mit, wie die beliebt-sphärischen Klänge des unvergleichlichen M83.

Code Elektro stiehlt allerdings nicht. Vielmehr schafft Code Elektro etwas völlig eigenständiges und bietet uns damit unter anderem liebevolle Hommagen an einige der einflussreichsten Künstler.

WOLF beginnt mit dem Intro Ouverture (Welcome To The Wolf Den)”, das den Hörer gleich auf all das einstimmt, was in den nächsten Minuten noch folgen wird. Sphärische Klänge, Cyberpunk-Atmosphäre, die Soundtrackastigkeit und natürlich auch das Heulen unseres Leitwolfs. Und so folgt der titelgebende Track WOLF mit treibenden Gitarrenriffs im Hintergrund, einer extrem eingängigen Melodie und außerordentlich viel Atmosphäre.

Mit Scandinavia” bleibt die Grundstimmung zwar gleich, doch der Stil wandelt deutlich mehr hin zur Synthwave-Schiene als der Track WOLF zuvor. Scandinavia” verführt zum Träumen und mitreißen lassen. Voyager” ist dann der Track, der mir den Mass Effect”-Soundtrack in Erinnerung rief. Allen voran die ersten Sekunden wirken so vertraut wie wundervoll. Doch schon wenig später entfaltet Voyager” seine volle, durchaus eigenständige Wirkung.

Slow Motions” - ein Titel, der den Inhalt nicht treffender wiedergeben könnte. Dieser Track ist zumeist sehr ruhig und wird überwiegend durch seine träumerischen Sphären getragen, die erst mit dem Einsetzen des Drums aus dem Fokus rücken. Darauf folgt Interlude (Moon)”, ein Track wie für einen Verräter gemacht. Hier ist die Cyberpunk-Atmosphäre wohl am spürbarsten. Befänden wir uns in einem Film, hätte der Held hier wohl ein ernsthaftes Problem. Impactor” greift die bereits durch Scandinavia” und Voyager” bekannte Grundmelodie erneut auf, verarbeitet diese aber erneut in einem völlig eigenen Kontext. Ich mag diese Energie, die der Track durchaus zu vermitteln weiß, wirklich sehr.

Lost in time” ist der erste Track, der nach WOLF erneut den Schritt in Richtung in Richtung Gitarrenriffs und -solos wagt. Die Mischung aus Soundtrack-Atmosphäre und diesem Gitarren-Finish ist dabei außerordentlich gut gelungen. Der darauffolgende Track DarK Night” begeistert erneut mit mitreißenden Sphären und einer eingängigen Melodie. N3ON 3”, der vorletzte Track des Albums, ist wohl das Musikstück, das mich am deutlichsten an den TRON: Legacy”-Soundtrack erinnerte. Daft Punks Einflüsse sind hier deutlich spür- und hörbar, auch wenn ich sagen muss, dass N3ON 3” wohl eine großartige Bereicherung für den Soundtrack des Elektroduos gewesen wäre!

Mit dem von Saxophon-Klängen und Gitarrenriffs geschwängerten Postlude (Transformation)” verabschiedet sich WOLF und damit auch Code Elektro von uns. Die letzten Klänge sind im Ansatz vertraut, aber durchaus auch neu. Einmal mehr hören wir die HEY!”-Rufe, die hin und wieder ihren Platz im Album fanden, und freuen uns irgendwie sehr darüber. Wir lassen uns noch einmal mitreißen und sehen dem nächsten Durchhören entgegen, während uns unzählige Filmszenen durch den Geist rauschen. Code Elektro schuf mit WOLF in der Tat etwas einzigartig-neues, aber auch vertraut-gutes.

Cover und Illustrationen: Jon Gotlev (Liserstille, NoHeroes)

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