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Daredevil — Season One Review

Und wieder ein Neustart, der vielleicht nicht unnötig ist, aber zumindest nicht so gelungen, wie erhofft. Das liegt in erster Linie natürlich daran, dass man Daredevils Entstehungsgeschichte noch einmal ratzfatz abspulen lässt und dann von Panel zu Panel teils unnötig große Zeitsprünge vollführt. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach.

Das Cover verspricht, was die Seiten nicht halten: Geniale Zeichnungen. Denn anders als auf dem aufregenden Cover, wirken die Seiten, bzw. die Zeichnungen darauf, wie geleckt. Hier gibt es keine Auffälligkeiten, keine Eyecatcher, sondern einfach nur eine kerzengerade, bzw. kreisrunde Strichführung ohne größere Ausbrüche. Die wenigen Farben dazu tun ihr übriges. Diese sind zwar knallig und lassen Daredevils erstes Kostüm in genau den grausam Farben erscheinen, wie sie zu Beginn eben nun einmal waren, aber ansonsten macht dieses wie aus einem Guss”-Feeling nicht besonders viel Spaß.

Das Kostüm, der Anfang, die Erblindung.

Eng an Frank Millers Entstehungsgeschichte des Teufels ohne Furcht, geht man auf 2-3 Seiten alles durch, was man scheinbar wissen muss. Wie Matt erblindete, sein Vater umkam und er letztendlich seine besseren Sinne entdeckte und zu Daredevil wurde. Ich bin der Meinung, dass dieser Kurzeinblick nicht einmal absoluten Neueinsteigern gefallen dürfte. Hier empfehle ich einfach zu Frank Millers Bänden zu greifen.

Kaum ist Matt dieser sogenannte Daredevil, schon wird er auf ein paar Gegner losgelassen, muss sich gegen andere Superhelden, allen voran Spider-Man, in den Medien behaupten und kämpft als Matt Murdock für einen Priester vor Gericht. Also eigentlich alles wie immer, nur eben etwas unrund. Oftmals blättert man eine Seite weiter und befindet sich im Kampfmodus. Matt trägt das Kostüm und steht bereits vor seinem Widersacher. Die Seite vorher laberte er noch fröhlich mit seinem Kumpel Foggy. Mir ist klar, dass harte Schnitte einfach hin und wieder dazugehören, aber bitte nicht so, wenn selbst die Geschichte an sich nicht so recht zünden und packen will.

Antony Johnston heißt der Autor, der in meinen Augen ordentlich Potential verschenkt hat. Mir schien es so, als hätte er einen Neustart hinlegen müssen, da man Daredevil wieder einmal pushen musste und nicht, weil er das gewollt hätte. Nichts desto trotz hatte ich Spaß mit dem Band. Der Grund dafür ist einfach: Daredevil ist ein elendig cooler Superheld, den ich vor allem durch Frank Miller kennen und lieben gelernt habe. Und als ich den Band in Händen hielt, erwartete ich einen aufgepeppten Neustart, der dennoch nicht zuviel vom Original abweichen sollte. Tja, getäuscht. Und vielleicht bin ich einfach nur aufgrund meiner Erwartungen etwas enttäuscht, auch wenn Antony Johnston gerne etwas mehr Elan hätte reinstecken dürfen.

Fazit

Hart aber gerecht: Kein Must-read! Für Fans des blinden Helden eine kleine Enttäuschung, für Neueinsteiger lediglich in Ordnung, da zu lückenhaft.

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