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Daredevil 2 Review

Und weiter geht’s mit meinem persönlichen Daredevil-Run.

Band 2 beginnt mit einer fantastischen Geschichte rund um Verzweiflung, Mut und Kälte. Matt ist mit mehreren blinden Kindern im Bus unterwegs, bis dieser in einer Art Schneewüste von der Straße abkommt und sich überschlägt. Als Matt wieder zu sich kommt, hört er ein Herz weniger schlagen - der Busfahrer hat nicht überlebt. Fortan will er die Kinder ins Warme führt, stößt aber - nicht nur aufgrund einer Verletzung am Bein - an seine eigenen Grenzen, bis er schlussendlich zusammenbricht. Und was dann geschieht, ging mir richtig ans Herz! Mark Waid’s Geschichte wird mit viel Gespür für das Wesentliche erzählt und von Paolo Rivera passend dazu in Szene gesetzt. Eigentlich lohnt es sich bereits wegen Daredevil US #7 diesen kompletten Band zu erwerben!

Danach geschieht etwas seltsames: Wir finden uns bei Spider-Man wieder. Im Band selbst ist an zweiter Stelle ein Spider-Man-Comic untergebracht, in dem Daredevil zwar eine nicht unbedeutende Rolle spielt, aber im Gegensatz zu Spidey und Black Cat eher in den Hintergrund rückt. Was das Ganze (hervorragend gezeichnete) sollte, wusste ich spätestens bei der nächsten regulären Daredevil US #8, wenn diese sich auf Spideys Tie-In bezieht. Im Nachhinein war ich ganz froh, dass diese Spidey-Ausgabe ihren Weg in den Band gefunden hat, da sie äußerst lesenswert und zudem essentiell für alles darauffolgende ist. Zudem gefiel mir die kleine Beziehungskiste zwischen Black Cat und Daredevil, sowie Spideys Eifersucht, ausnehmend gut! Einzig und allein mit der darauffolgenden Grabräuberei und Mole Man (US #8-9), sowie den dazugehörigen Monsterchen konnte ich nicht besonders viel anfangen.

Die abschließende US #10.1 handelt im Endeffekt davon, wie auch Daredevil als Anwalt fungieren kann, indem er eine Schurken-Party sprengt. Dank flinkem Mundwerk verlässt er seine zahlreichen Verfolger ohne Kampf, allerdings auch ohne Aussicht auf Besserung. Somit bleibt Sammelband 3 abzuwarten, in dem wir hoffentlich mehr darüber erfahren, was Matt mit dem Fantastic-Four-Datenträger noch so alles anstellt, ob er endgültig mit der Staatsanwältin anbandelt und ob Foggy noch völlig unter einer mir bis dato schleierhaften Last zusammenbricht. Vieles bleibt offen, aber eines steht fest: Soviel Spaß hatte ich mit dem Mann ohne Furcht schon lange nicht mehr!

PS: Ein nettes Detail am Rande: Die Kapuze von Spider-Man auf dem Cover sitzt ziemlich locker… so habe ich das ehrlich gesagt noch nie gesehen - und vielleicht gefällt mir es mir gerade deshalb so gut! Nobody is perfect…

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