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Daredevil: Auferstehung Review

Daredevil: Auferstehung“ ist der wohl prägendste Comic für den Mann ohne Furcht, ganz wie Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters“ für Batman. Und nun ratet einmal, was diese beiden Comicbände gemeinsam haben? Frank Miller, mein persönlicher Lieblingsautor, verlieh sowohl dem Mann ohne Furcht als auch dem Mann, der Furcht verbreitet, ein neues Gesicht und traf damit mitten ins Schwarze.

Daredevil war vor diesem Comicband in einer Art Schwebe. Kaum jemand hatte noch großartig Interesse am blinden Rächer. Doch Frank Miller machte das, was uns Daredevil heute lieben lässt: Er zog der Figur Matt Murdock buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Und was macht ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat? Richtig, er wird der Mann ohne Furcht. Selten waren Drama und Heldentum so nah beieinander.

In Daredevil: Auferstehung“ erfährt der Kingpin davon, wer hinter der Maske Daredevils steckt. So entzieht er Matt Murdock seine Anwaltslizenz, sperrt seine Konten und zerstört sein Haus. Und das ist bei weitem noch nicht alles. Matt liegt tiefer denn je am Boden der Tatsachen. Fortan kämpft er gegen die Kälte und den Drang verrückt zu werden. Doch mit einem weiteren Schicksalsschlag macht er sich daran den Spieß umzudrehen. Er erlebt eine wahrhaftige Auferstehung, die so fantastisch geschrieben wie gezeichnet ist. Und wie bereits erwähnt: Diese Geschichte ist von Anfang bis Ende nachvollziehbar, von daher so mitreißend wie wunderbar.

Paninicomics beschert uns mit dieser Neuauflage nicht nur die Geschichte mitsamt David Mazzucchellis Zeichnungen - frisch eingefärbt - sondern auch mit wirklich bemerkenswerten Bonusmaterial. So erfährt man in der Einführung, was es mit dem Mann ohne Furcht auf sich hat, wie es sich ergab, dass er beinahe eingestellt wurde und wie Frank Miller den Spieß letztendlich umdrehte und dafür sorgte, dass Daredevil einer der interessantesten Superhelden des gesamten Marvel-Universum wurde. Und wenn man dann mit dem Band durch ist, darf man sich über sämtliche Cover der damaligen Einzelausgaben freuen, sowie auch über einen sehenswerten Auszug aus Mazzucchellis unkolorierten Zeichnungen.

Wer Daredevil heute mag, wird die alten Daredevil-Geschichten lieben. Die Zeichnungen und Panelaufteilung sind logischerweise nicht so modern wie die heutiger Geschichten, doch gerade das macht diesen Band in gewisser Weise sympathisch und auch einzigartig. Mazzucchelli hatte ein Händchen für geschickt eingesetzte Schatten, die Drama und Mimik zu verstärken wussten. Und nun ja, Frank Miller,… der schuf vermutlich eines seiner zahlreichen Lebenswerke.

Würde ich den Comicband nochmal lesen? Ja (habe ich kurz nach dem ersten Lesen sowieso gleich nochmal).

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