|||

Das hält kein Jahr..! Filmkritik

Nennen wir es umgedrehtes Hangover”. Denn Das hält kein Jahr..!” handelt nicht vom Abschuss” vor der Hochzeit, sondern von dem danach. Dementsprechend möchte ein frisch verheiratetes Pärchen nichts lieber als die Scheidung. Verrückt…

Nat und Josh kennen sich nur wenige Monate, doch das scheint zu genügen, um vor den Traualtar zu treten. Was erst nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, entpuppt sich schnell als Hass-Beziehung ohne Besserung. Und so läuft die Einführungsphase dermaßen schnell ab, dass man sich bereits wenige Minuten später mit den beiden bei der Ehetherapie befindet. Dort lassen sie Geschehenes Revue passieren und erkennen immer mehr, dass eine Scheidung wohl der beste Weg zur Besserung ist.

Ihr lest es sicherlich raus: Normal ist was anders. Und so kann man Das hält kein Jahr..!” auch nicht als Liebeskomödie bezeichnen, da der Film letztendlich vom Fremdgehen und der Scheidung handelt. Ziemlich schnell schaffte ich es aber, für mich persönlich das Wort Liebe aus Liebeskomödie zu streichen und mich darauf zu besinnen, dass es sich hier um eine reine Komödie handelt. Und damit lag ich nicht einmal so falsch. Der Humor ist allerdings tatsächlich ähnlich zu dem von Hangover” oder Scary Movie”. Bitterböse und manchmal auch eklig, wofür unter anderem Josh’s bescheuerter Kumpel sorgt. Dazu gesellen sich allerlei abstruse Charaktere, die entweder selbst in völlig verdrehten Ehen gefangen” sind oder partout keine Frau abbekommen.

Ich möchte nicht einmal abstreiten, dass das Leben diverser Leute anders abläuft, aber die Darstellung im Film ist schon sehr übertrieben. So ist Josh (Rafe Spall) ein wirklich unglaublich dummer Mensch. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es so jemanden in Wirklichkeit gibt. (Falls doch, nein, du brauchst dich nicht bei mir zu melden.) Charakterentwicklung gibt es sozusagen gar nicht und auch sonst wirkt absolut alles aufgesetzt, selbst ein paar nette - wenn auch unnötige - Anspielungen wie die oben stehende Klobrille. Ich möchte allerdings auch nicht behaupten, dass es Sinn des Films ist, überhaupt irgendwie Sinn zu ergeben. Und so sieht man den Darstellern zu jeder Sekunde an, dass sie Spaß daran hatten, sich anspruchslos auszuleben.

Man muss sich einfach auf diesen schrägen Klamauk einlassen können, denn nur dann besteht die Möglichkeit, stellenweise herzlich mitzulachen.

Den Film habe ich mir auf Blu-ray angesehen, die am 19. September 2013 erscheint. Mein Highlight: Die Outtakes, die nochmal um einiges besser sind als der Film.

Nächste Beiträge Das Bourne Vermächtnis Filmkritik Jason Bourne mach(t) Platz, hier kommt Aaron Cross! So zumindest sieht es die Produktionsfirma. Doch wie sieht es mit dem Bourne-Feeling aus? Ist Kokowääh 2 Filmkritik
Neueste Beiträge Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 1 Review Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019