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Deadpool Filmkritik

Deadpool” ist…

… zynisch … derb … brutal … witzig … erfrischend anders

… und vor allem Fanservice deluxe

Deadpool” ist nicht…

… für jeden geeignet.

Hallihallo, ich komme gerade frisch aus dem Kino und habe mich etwa 2 Stunden meines Lebens gefreut. Mein Comicherz ging mit Deadpool” regelrecht auf, ich hatte viel Spaß und war beinahe restlos begeistert.

Ryan Reynolds erneut in die Rolle des Deadpool zu stecken - so manch einer mag sich an den Käsepool aus X-Men Origins: Wolverine” erinnern - war im Nachhinein betrachtet eine mehr als großartige Idee. Denn wenn man sich Wade Wilson als Ryan Reynolds so ansieht, könnte man gut meinen, der Mann hätte nie etwas anderes getan. (Diesen Namendreher habe ich bewusst eingebaut.) Ryan Reynolds lebt die Comicfigur genau so, wie ich sie kenne und mir in diesem Film vorgestellt habe. In der Hinsicht also alles perfekt. Für mich. Schließlich kenne ich diverse Deadpool-Comics und wusste (bzw. hoffte) im vorneherein, dass genau dieses Schauspiel auf mich zukommen würde.

Der beinahe-X-Men Deadpool ist seit jeher die wohl beliebteste Comicfigur seitens der Autoren. Schließlich dürfen diese mit Wade all das ausleben, was zum Teil nur Comics hergeben können. Umso erstaunlicher ist es also, dass nun auch ein Film (mit dem zuvor niemand gerechnet hatte) genau diese Abstrusitäten und Brutalitäten derart passend wiedergibt.

Ein Keinsuperhelden-Liebes-Horrorfilm

Deadpool spricht mit mir, dir, allen. Ein gerne gesehenes Stilmittel findet in diesem Film erstaunlich gute Verwendung. Und wenn Wade dann also mit uns spricht, uns die Vorgeschichte erzählt oder irgendeinen derben - wenn auch (eigentlich immer) erheiternden - Spruch raushaut, erscheint der Film nicht mehr wirklich wie ein Film im herkömmlichen Sinne. Deadpool” ist - und das mag angesichts seiner Abnormität mehr als verwunderlich klingen - mehr als reine Unterhaltung. Die Macher hatten offensichtlich wirklich einen Freifahrschein nach dem Motto hier ist euer Budget, treibt damit was ihr wollt”.

Köpfe rollen, Brüste wackeln, F-Wörter sind noch harmlos. Deadpool” schießt mit Kanonen auf Spatzen - in jeglicher Hinsicht. Und genau das war auch absolut notwendig, um den mitunter völlig abgedrehten Comics gerecht zu werden. Soviel zum Fanservice deluxe. Der Otto-normal-Superhelden-Fan allerdings lacht entweder mit, was ich nicht wirklich glaube, oder lächelt aus Scham. Deadpool” ist derart speziell, dass er meiner Meinung nach hauptsächlich bei Kerlen und Fans des Helden” ankommt. Aber wie gesagt, genau das macht den Film so erfrischend anders.

Die Geschichte ist schnell erzählt, aber meiner Meinung nach ausreichend. Im Endeffekt erfahren wir etwas über Deadpools Entstehungsgeschichte und treffen dabei auf ein paar X-Men, bzw. Mutanten. Auch gegen den Oberbösewicht ist kaum etwas einzuwenden, wenngleich man schon im vorneherein weiß, wie das Ende aussehen wird. (Kleiner Spoiler: Deadpool ist unsterblich.)

Fazit

Ich als Comicleser habe mich in diesen Film verliebt. Er ist so verrückt wie genial, vor allem aber verrückt (und derb und heftig). Endlich ein Superheldenfilm, der keiner ist! Endlich ein Film, der einfach anders ist, anders als alles andere. Bitte mehr davon!

PS: Nach dem Abspann kommt noch was! (Und es lohnt sich!)

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