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Der Dieb der Worte Filmkritik

Dennis Quaid erzählt eine Geschichte, in der Jeremy Irons eine Geschichte erzählt. So entstehen 3 Ebenen, wovon allerdings nur 2 überzeugen können.

In Der Dieb der Worte” geht es um den Schriftsteller Clay Hammond (Dennis Quaid), der ein Buch namens Die Worte” geschrieben hat. Darin geht es um einen Schriftsteller, gespielt von Bradley Cooper, der die Worte einer unbekannten Person stiehl und als seine eigenen verkauft. So wird der einst ungeliebte Schriftsteller über Nacht zum Star. Doch zu welchem Preis? Denn als der wahre Autor sich mit ihm trifft, stellen sich die Welten unserer 3 Hauptprotagonisten auf den Kopf.

Ebenen-Filme funktionieren. Das für mich beste Beispiel stellt hier Inception” dar. Und obwohl sowohl Geschichte als auch Genre nicht unterschiedlicher sein könnten, kann man auch bei Der Dieb der Worte” von einem gelungenen Werk sprechen. Allerdings möchte ich sogleich einen der größten Kritikpunkte vorweg nehmen: Es handelt sich um Ebene 1, die des Schriftstellers Clay Hammond, der die ganze Sache erst ins Rollen bringt. Was um und über ihn aufgebaut wurde ist so undurchschaubar wie seltsam. Das Hauptaugenmerk liegt auf Bradley Coopers Geschichte, der den erfolgshungrigen Versager Rory Jansen mit größtmöglicher Hingabe gibt. Umso überzeugender wirkt sein Handeln, als sein Diebstahl” auffliegt. Und die dazu führenden Gewissensbisse ruft ein Mann hervor, Jeremy Irons aka der alte Mann”. Als schlechtes Gewissen und Spielfigur im Hintergrund erzählt er die packende Geschichte seines Seins, womit Rory’s Leben aus den Fugen gerät.

Der Dieb der Worte” ist nicht nur gelungene Ebenen-Philosophie, sondern vielmehr eine prächtige Charakterstudie von ganz normalen Menschen. So wirkt die Geschichte greifbar und realistisch, was dem Film sehr zugute kommt. Und obwohl man beim Ansehen mitfühlt, bleibt am Ende doch nur Ernüchterung. Der Grund hierfür ist ein offenes” Ende, das mehr Gedankenspiele zulässt, als einem lieb ist. So weist es einen nicht einmal ansatzweise in eine Richtung, sodass das Weiterspinnen im Kopf ein schnelles und unbefriedigendes Ende findet.

Fazit

Der Dieb der Worte” ist toll gespielt und weiß über weite Strecken sehr zu gefallen. Der größte Makel ist allerdings gleichzeitig eine vernachlässigte Stärke: Ein offenes Ende ohne Anreiz zum Nachdenken.

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