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Der Diktator Filmkritik

Sacha Baron Cohen ist ein Blödel und ein Schwein. Im positiven Sinne versteht sich. Und wenn es um aufrührerischen Humor geht, ist er der wohl ungekrönte König. Er schlägt gerne über die Stränge und kennt scheinbar keine Grenzen. Man muss nur immer hoffen, dass jeder seine Taten mit dem Augenzwinkern sehen kann, das er herausfordert…

In Der Diktator”, der vom bisherigen Mockumentary-Stil (Bsp.: Borat”) abweicht, spielt er einen Diktator. Wer hätte das gedacht? Dabei verachtet er Frauen, unterdrückt Minderheiten und hetzt gegen Schwache. In der hier dargebotenen Spielfilmform wirkt der Spaß hart, aber nicht ernst. Man merkt Sacha Baron Cohen an, dass das, was er darstellt, eine Witzfigur sein soll und man ihn nicht ernst nehmen soll und darf. Probleme damit dürften allerdings immer noch all jene haben, die bei Borat” oder Brüno” Reißaus nahmen.

Ich für meinen Teil lache gerne und oft über seine Art und die harten Sprüche. Wenn es dann allerdings zu Szenen wie das Lecken von Achselhaaren kommt, stellen sich mir die auf dem Kopf auf. Aber was soll’s, denn wenn man über ein paar Ausrutscher hinweg sehen kann, erwartet einen genau das, was man von ihm erwarten darf: Harte Fakten verpackt in Sarkasmus pur.

Sacha Baron Cohen übt mit Der Diktator” allerdings nicht nur Kritik an den unzähligen Unterdrückern aus, die immer noch da draußen lauern, sondern ebenso an Staatsmechanismen generell oder den Medien. Ja, er ist dabei frech. Aber ist er auch unfair? In meinen Augen nicht. Oft spricht er einfach nur die Wahrheit aus, die keiner hören will. Und da das allen bewusst ist, muss man sich selbst eingestehen, dass der Film eigentlich relativ unnötig ist und nur zur Belustigung all jener dient, die den Komiker” mögen und schätzen.

Bevor ihr nun zum Fazit springt, gibt es noch einen großen Pluspunkt: Die zahlreichen Nebendarsteller, allen voran Ben Kingsley, sorgen für einige großartige Momente, die den Film definitiv besser machen, als er eigentlich ist.

Fazit

Der Stil ist anders, der Inhalt gleich. Sacha Baron Cohen bleibt seinem Motto treu und präsentiert uns Kritik an allem und jedem, verpackt in einem anderen Kostüm.

Diese Filmkritik ist Teil meines Tests von Videoload.

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