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Der Hobbit — Smaugs Einöde Filmkritik

Willkommen zurück in Mittelerde! Zusammen mit Bilbo, Gandalf, Thorin und den weiteren Gefährten reisen wir gen Smaugs Einöde, dem vom Drachen besetzten Goldberg. Bis die kleinen Zwerge und der Hobbit ihr gefürchtetes Ziel allerdings erreichen, zeigen sie dem Zuschauer, was Arachnophobie wirklich ist, treffen (endlich) auf den Elben Legolas, und Sauron lässt nicht mehr lange auf sich warten. Wege werden beschritten und bereiten so auf die Trilogie vor, die den Hobbit” erst ermöglichte: Der Herr der Ringe”.

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise wusste mich vor ziemlich genau einem Jahr sehr zu begeistern. Der Film galt als Garant für Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute. Es war toll, mit dieser harmonischen Crew Mittelerde zu erkunden und die Vorgeschichte zu Herr der Ringe” präsentiert zu bekommen. Martin Freeman lehrte mich, dass mitreißende Hobbits nicht Frodo heißen müssen. Er überzeugte in seiner Rolle mit Witz und Charme, sowie stetig wachsendem Mut. Nun knüpft Teil 2 genau da an, wo die Anfänge der Vorgeschichte endeten. Und obwohl Regisseur Peter Jackson in den ersten Minuten noch einen Schritt weiter zurück geht, um uns die erste Begegnung zwischen Gandalf und Thorin aufzuzeigen, knotet er sofort wieder an den letztjährig abgeschnittenen Faden an.

Problem: 1 Buch, 3 Filme

Beim 1. Teil der Hobbit-Trilogie hatte ich zu keiner Minute das Gefühl, als würde etwas künstlich in die Länge gezogen. Nein, ich war nach meiner Sichtung sogar optimistisch gestimmt, die weiteren Teile würden ebenso unterhaltsam. Der Hobbit - Smaugs Einöde” unterhält zweifelsohne, kämpft allerdings mit der einen oder anderen Länge, sowie einem schier endlos wirkenden Ende in der Drachenhöhle. Nicht selten hatte ich das Gefühl, Lücken müssten mit Gesprächen gefüllt werden, um aus einem einzigen Buch 3 Filme entstehen lassen zu können. Und wie gesagt, bei Teil 1 hatte ich dieses Gefühl zu keiner Zeit.

161 Minuten Lauflänge - kein Extended Cut notwendig! Und dennoch wird er nächstes Jahr kommen. Zwar vergeht die Zeit trotz erkennbarer Streckung des zugrunde liegenden Materials relativ zügig, doch einmal in Erebor angekommen, muss der Drache seine Lebensgeschichte verlauten, anstatt einfach nur das zu machen, was letztendlich zum Cliffhanger hin zu Teil 3 führt. Schade (oder gut), dass der Ausgang hierbei nicht ungewiss ist. Selbst wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man sich denken, was passieren wird. Dieser Umstand ist nicht tragisch, nimmt dem Film allerdings etwas die Magie.

Hörgenuss, Augenschmaus und Schauspielkunst

Mittelerde ist so beeindruckend wie eh und je. Und unterlegt mit Howard Shores unverkennbar-genialen Soundtrack wissen Neuseelands Naturwunder einmal mehr zu gefallen. Über und unter Lande, in den Wäldern und auf Flüssen, dieses Naturschauspiel wird ausgefüllt von einer herausragenden Darstellerriege, fortan wieder ergänzt um beliebte Elben und faszinierende Charaktere, die einem bereits vor Jahren ans Herz gewachsen sind. Und sieht man sich beispielsweise Orlando Bloom als Elben an - dieser Mann altert scheinbar wirklich langsamer oder gar nicht. Die Maske leistet gute Dienste, ob jetzt als Verjüngungskur oder in Form hässlicher Ork-Fratzen, man ist schlichtweg begeistert. Und wenn dann Tauriel und Legolos kämpfen wie junge Götter, schlägt das Abenteurerherz gleich nochmal so stark.

Abseits des Schauspiels lehren einem CGI-Figuren wie Riesenspinnen oder der Drache Smaug das Fürchten. Die Technik ist auf dem Stand der Zeit und verschmilzt mit den Bewegungen der Schauspieler. So müssen Blockbuster aussehen!

Fazit

In Anführungsstrichen langatmiger und damit etwas schlechter als Teil 1, aber dennoch ein magisches Erlebnis mitten in Mittelerde, das der Herr der Ringe”-Trilogie immer noch gerecht wird.

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