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Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere Filmkritik

Strich drunter, der Drache ist tot, der Hobbit sagt bye bye.

Eigentlich habe ich mich gefreut, als ich mich gestern Abend in den Kinosessel bequemt habe. Schließlich waren Teil 1 und 2 richtig toll. Nun ja. Teil 3 hingegen bestätigt, dass sich ein Buch doch nicht zwangsweise als Vorlage für 3 Filme eignet.

Die ersten 10 Minuten knüpfen an das Ende des zweiten Teils an. Der Drache legt die Seestadt in Schutt und Asche. (Welch grandioses Wortspiel.) Danach geht es im Grunde über 2 Stunden so weiter. Außer Krieg und schier endlosen Großaufnahmen knollennasiger Menschen/Hobbits/Zwergen/Elben/Orks passiert nicht viel. Nein, noch weniger. Es passiert rein gar nichts, was mich persönlich ins Auen- und Umland eintauchen lässt. Vielmehr ergötze ich mich an ruckeligen Bildern und Geschehnissen, die allzu schnell sämtliche Naturgesetze außer Kraft setzen.

Waren die Charaktere in Teil 1 und 2 mehr als nur wesentliche Bestandteile und beinahe schon essentiell, um eine Geschichte zu erzählen, die im Grunde nicht verfilmt hätte werden müssen, wirken sie hier einfach nur noch verloren. So zum Beispiel der eigentliche Held Thorin, der so dramatisch mit dem Drachenfieber kämpft, wie eine Pusteblume gegen den Wind.

144 Minuten mit Unterbrechung, das muss man erst mal aussitzen. Um ehrlich zu sein erging es mir bei dem Film wie mit dem letzten der Panem-Trilogie. Too much for nothing.

Zum Abschluss noch ein paar neutral-gute Worte: Die Effekte sind allesamt schön, aber das waren sie ja schon immer. Die Kämpfe sind teilweise sehenswert, zumeist aber überlange Lückenfüller - beinahe unerträglich endlos. Die Monster werden immer hässlicher und irgendwie auch dümmer. Dazu gesellt sich eine Mischung aus generationsübergreifenden Humor und Kopfschüttel-Slapstick.

Lieber Peter Jackson, ich bin froh, dass du keinen weiteren Hobbit-Film mehr machst. Also, zumindest hoffe ich das. Denn mit diesem unnötigen, abschließenden Teil hast du es geschafft, mir den Hobbit an sich zu vermießen. Schade irgendwie. So bleibe ich nun bei Teil 1, ggf. auch bei Teil 2, die mit je 10 Minuten Laufzeit mehr alles an denkwürdigen Konsens des dritten Films hervorragend hätten aufnehmen können.

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