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Der Tag an dem die Erde still stand Filmkritik

Der Tag an dem die Erde still stand’ oder Warum landen Aliens immer in den USA?’ Die hoch angepriesene Neuverfilmung vom 1951er-Klassiker geizt natürlich nicht mit tollen Effekten und kleinem Staraufgebot. Doch warum sollte man sich den Film noch nicht ansehen?

Jedenfalls war es im Kino so: Eine Sphäre landet im Central Park. Heraus kommt Klaatu. Nach ein bisschen Bli und Bla steht fest, dass die Menschheit ausgelöscht wird, da sie den Planeten zerstört. Gibt es einen Ausweg? Was kann man gegen Klaatus Freund, den bösen, großen, furchteinflösenden Roboter machen? Und warum ist Keanu Reeves perfekt für diese Rolle?

Am Anfang war der Effekt

Eine helle Lichtkugel (Sphäre) landet im Central Park. Eine mächtige Staubwolke vernebelt dem Zuschauer die Sicht auf diese Sphäre, die man als ein Gemisch aus Wolken und Lichteffekten beschreiben könnte. Klaatu steigt in einem sehr hübschen Raumanzug aus, gefolgt von seinem riesengroßen Roboter (der übrigens total geil aussieht). Gegen Ende des Filmes naht das Ende, das Ende der Menschheit. Viele kleine Insekten fliegen in einem riesen Schwarm umher und zerstören das Stadion aus dem Trailer, sowie einen Truck aus dem Trailer. Ebenso werden ein Schild und noch ein paar Häuser ein bisschen angeknabbert. Wo sich andere tierisch drüber aufregen, dass eben nur die Sachen aus dem Trailer zerstört werden, muss ich sagen, dass das wirklich in Ordnung ist, da man im Film die Szenen wesentlich ausführlicher präsentiert bekommt. Ebenso sieht es sehr nett aus, wenn Menschen von den Tierchen angeknabbert werden…

Na gut. Wie ihr seht passiert effekttechnisch nicht die Welt. Wenn allerdings mal etwas passiert, dann sieht das auch sehr gut aus!

Where’s dat Story?

Gut, dass ein Außerirdischer auf die Erde kommt und diese zerstören oder retten will ist nix neues. Auch in diesem Film nicht. So plätschert die ziemlich fade Story halt von Anfang bis zum Ende hin. Die große Wendung ist dann eben die, dass Keanu Reeves alias Klaatu die Menschheit am Ende nicht mehr auslöschen, sondern retten will. Und das alles durch einen kleinen Lausbub, der nun wirklich nicht als großartiger Schauspieler agiert. Sohnemann des großen Will Smith - wer kam denn auf diese Idee? Nur weil er eben Will als Vater hat? Ich war sehr enttäuscht. Ein anderes Kind als Schauspieler hätte da wohl besser gepasst. Der kleine Smith hat zu jeder Gelegenheit die unpassende Miene.

Keanu, wie schon gesagt, hat eben nun mal seine eine Miene, passt aber in diesem Film ganz gut. Warum sollte ein Alien auch verschiedene Gesichtsausdrücke haben? Sinnlos. Die weibliche Hauptdarstellerin erledigt ihren Job ganz ordentlich. Ihr kauft man gelegentlich mal etwas ab.

Da wir nun wissen, dass die Story eigentlich keine ist, warum sollte man dann ins Kino gehen?

Äh, weil der Film eben nicht so schlecht ist, wie alle behaupten. Die Effekte sind toll, der geringe Anteil an flacher Story ist trotzdem gut umgesetzt, und Keanu spielt gut. Zwischen all dem Kinomüll, den wir uns in letzter Zeit antun mussten sticht Der Tag an dem die Erde still stand relativ positiv heraus. Natürlich muss man den Film nicht sehen, man kann aber. Wenn man ohne allzu große Erwartungen hinein geht, wird man auch nicht enttäuscht.

Fazit

Tolle Effekte, annehmbare Darsteller, eine flache Story, aber wohl der coolste Alien-Roboter, den ich bisher gesehen habe. Der Tag an dem die Erde still stand ist halt einfach so ein Film. Würde es ihn nicht geben, wäre keiner traurig. Schraubt man seine Erwartungen etwas zurück, erwarten einen aber trotzdem nette Szenen und ein Film, der durchaus in Ordnung geht.

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