|||

Die Croods Filmkritik

Höhlenbewohner sind lustig. Das beweisen Die Croods”. Der letzte lustige Höhlenbewohner war für mich Brendan Fraser in Steinzeit Junior” und ich schäme mich nicht zuzugeben, diesen Film gesehen zu haben. (Naja, eigentlich schon.)

Die Croods” bestehen aus dem starken aber dümmlichen Papa Grug, dem noch dümmlicheren Sohn Thunk, der abenteuerlustigen Tochter Eep, dem bissigen Baby, der fürsorglichen Mutti Ugga und der Oma Gran, die partout nicht ins Gras beißen will. Das oberste Gesetz der Croods: Setz dich keiner Gefahr aus. Die Tochter findet das aber gar nicht lustig und lediglich ihrer Abenteuerlust hat es die Familie zu verdanken, nicht in ihrer Höhle erschlagen zu werden. Fortan sind sie mit dem listigen Guy auf der Flucht vor dem Untergang der Welt”.

Das Interessante an Die Croods” ist der eintönige Anfang und die darauffolgende Action. Erst nach längerem Nachdenken habe ich verstanden, dass genau dieser Umstand Mittel zum Zweck war. Erst dachte ich noch, dass der Film etwas Anlauf brauche, aber in Wirklichkeit vermittelt man so geschickt die Eintönigkeit in der Höhle und das triste Dasein der Familie. Sobald die Tochter Eep aber auf Guy trifft, steht die Welt Kopf. Und zwischen Gehirn (Guy) und Muskelkraft (Grug) entsteht ein Kampf um die Zuneigung der Familie.

Der Film ist richtig toll gemacht, wenngleich sich die 3D-Effekte - wie so oft - auf wenige Partikel beschränken, die im Raum herumfliegen. Wir wollen uns aber nicht darüber aufregen, da 3D zumeist nur für mehr Geld an den Kinokassen steht. Abseits davon sind aber die Animationen ganz große Klasse und das Steinzeit-Feeling wurde perfekt eingefangen. So gefällt mir der teils affenartige Gang und der bullige Körperbau der Croods. Guy hingegen ist drahtig und setzt folglich auf sein Gehirn. Die Unterschiede, bzw. Entwicklungsstufen hätte man nicht besser darstellen können. Und dennoch zeigt uns der Film, dass weder der Wissensstand, noch der Körperbau, eine Chance gegen die Liebe haben.

Die Croods” ist wirklich lustig und hat zahlreiche Höhepunkte, wenngleich ich schon weitaus lustigere Animationsfilme gesehen habe. Auch die Geschichte ist interessant, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Somit ist der Film gut und zweifelsohne sehenswert, aber beileibe kein Meisterwerk. Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass Die Croods” als Animations-Offenbarung geplant war, sondern vielmehr unterhalten sollte. Und das tut er in der Tat. Ich denke dabei an das Mammut, das urplötzlich in eine entstehende Felsspalte fällt oder den Hund”, der mit seinem Kunststück - einer Rolle - über die Felskannte rollt, gefolgt von einem Guter Hund!”. Lachflashs sind demnach vorprogrammiert - versprochen!

Fazit

*tadadaaaaa* Gut gelacht, wenig nachgedacht. Die Croods” ist Unterhaltung pur. Bitte mehr davon!

Nächste Beiträge G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra Filmkritik “G.I. Joe: Die Abrechnung” läuft jetzt frisch im Kino. Zeit für mich, dem ersten Teil (zum ersten Mal) einen Besuch abzustatten. Ich bin mir der End of Watch Filmkritik
Neueste Beiträge Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review Synthwave im Tatort!