|||

Die Mumie — Das Grabmal des Drachenkaisers Filmkritik

Es war einmal eine Mumie. Furchterregend, hässlich und unbesiegbar, zumindest bis zu dem Tag, als Rick O’Connell (Brendan Fraser) der glänzenden Glatze gehörig in den Allerwertesten getreten hat. Einige Zeit später kehrte die haarlose Mumie zurück, war nicht mehr ganz so taufrisch und verübte so lange Schabernack, bis - wie sollte es anders sein - Rick O’Connell ihm gehörig in die Gaskammer getreten hat. 2008 machte sich Regisseur Rob Cohen dran, wieder einmal eine Mumie auferstehen zu lassen. Diese hat allerdings weder Fleischmütze, noch den Charme seines Vorgängers, trägt aber dafür den Namen Jet Li.

Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers” ist eine lieblose Fortsetzung, die schamlos diese bis dato zumindest unterhaltsame Reihe zu zerstören droht. Jeder Charakter hat die Ehre im Film zu kurz zu kommen. Brendan Fraser spielt leider nicht mehr die coole Sau, die er einmal war. Den Schreibern scheinen sowohl die Sprüche, als auch die Ideen für ihn ausgegangen zu sein. Dafür muss er sich seine wenigen Minuten mit seinem mittlerweile erwachsenem Sohnemann teilen, der irgendwie auch nur fürs Grinsen gemacht ist. Maria Bello hat die Rolle von Rachel Weisz übernommen und mag darin so gar nicht gefallen.

Als wären die vergeudeten Talente nicht schon genug, ist die Story nahezu ein 1:1 Aufguss der Vorgänger. War Teil 2 schon nicht mehr sonderlich innovativ, so droht Das Grabmal des Drachenkaisers” mit dem unspektakulärsten Drehbuch aller Zeiten. [Spoiler Warnung] Der Drachenkaiser wird erst verhext, dann wiederbelebt, kämpft mit seiner wiederauferstandenen Armee gegen eine andere und bekommt letztendlich einen gehörigen Tritt in seine 4 Buchstaben von Rick O’Connell. [Spoiler Ende]

Vielleicht noch etwas Positives zum Schluss: Die Effekte sind ganz gut gemacht und hin und wieder kann man sogar einmal lachen. Ob es nun an zündenden Gags oder lächerlichen Szenen liegt, kann ich allerdings nicht sagen.

Fazit

Der erste Mumie-Film war damals noch witzig, charmant und zum Teil gruselig. Eine gelungene Mischung mit gut aufgelegten Darstellern. Immer wenn es so ist, droht eine Fortsetzung die eine Serie entweder vernichten oder sinnvoll ergänzen kann. Im Fall von Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers” ging es gehörig in die Hose. Der Film bietet absolut nichts Neues und enttäuscht durch die ungenügende Charakterzeichnung.

Nächste Beiträge Scream 4 (Scre4m) Filmkritik Wie bereits angeteasert, rotierte gestern Abend “Scream 4” in meiner Playsi, mitsamt Surround-Sound und HD-Bild. Als Fan der ersten Teile wollte ich Kein Bund für’s Leben Filmkritik Ich reiße Ihnen den Kopf ab und scheiße Ihnen in den Hals! In “Kein Bund für’s Leben” verschlägt es ein paar ungleiche Jungs zum Bund. 9 Monate
Neueste Beiträge Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review