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Die Tribute von Panem — Catching Fire Filmkritik

Etwa eineinhalb Jahre mussten Fans nach dem äußerst sehenswerten Die Tribute von Panem - The Hunger Games auf die Fortsetzung warten. Nun ist sie da und überraschte mich, da ich sie im Vorfeld völlig anders eingeschätzt hatte.

Katniss und Peeta sind weiterhin auf ihrer Gewinner-Tour, was President Snow so gar nicht gefallen mag. Er möchte um jeden Preis eine Revolution vermeiden, was seiner Meinung nach nur gelingt, wenn die Anführerin” Katniss ausgeschaltet wird. Ihm bleibt also nichts anderes übrig, als sie durch eine List erneut gegen alle noch lebenden Gewinner der letzten Hungerspiele antreten zu lassen.

Was sich im Kern wie Teil 1 anhört, unterscheidet sich von diesem grundlegend. Zwar gibt es eine vertraut lange Einführung hin zu den heiß erwarteten Hungerspielen, die aber ebenso neu sind, wie der Rest der Geschichte. Der Fokus liegt diesmal stark auf der Revolution, sowie den Distrikten an sich, die sich langsam gegen die Unterdrückung aufbäumen. Katniss ist dabei nicht nur ihr Vorbild, sondern in ihrem Inneren hin- und hergerissen zwischen zwei jungen Männern. Ihrer Liebe Gale und dem unscheinbaren Peeta, der sich irgendwie dennoch in ihr Herz gekämpft hat.

Die Tribute von Panem - Catching Fire” hat mich durch die Andersartigkeit vollständig überrascht. Ich hatte - soviel muss ich zugeben - einen aufgewärmten ersten Teil erwartet. Natürlich sollte die Geschichte fortgesetzt werden, aber im Grunde vermutete ich denselben Aufbau mitsamt langen Hungerspielen, in denen sich Kids gegenseitig auseinander nehmen. Weit gefehlt. Denn wie gesagt liegt der Fokus nun auf der Revolution, sowie dem baldigen Ende der Hungerspiele, die in diesem Fall kaum mehr an die des ersten Films erinnern. Diesmal sind es die Einwirkungen von außen, die den Distrikt-Kämpfern nach und nach den Gar ausmachen. Und zwischendrin Katniss und Peeta, die sich von Minute zu Minute mehr wundern, wieso ihnen von allen Seiten geholfen wird. Daraus entsteht eine spannendes Rätsel- und Antwortspiel, auf das man zum Ende hin eine vorzeitige Auflösung erhält.

Erwartet Drama, Action und Abenteuer in einem, denn all das ist Die Tribute von Panem - Catching Fire”. Ein mitreißender und vor allem brillant gemachter Film, der, sobald man sich an die Andersartigkeit gewöhnt hat, perfekt an den ersten Teil anknüpft und die Story sinnvoll fortsetzt. Dass hier ein anderer Regisseur am Werk war, fällt eigentlich gar nicht auf, sodass auch keinerlei Stilbruch den Gesamteindruck zu schmälern wüsste. Einmal mehr beeindrucken die faszinierenden Kleider und Kostüme, sowie die Distrikte und natürlich die Kampfarena mit all ihren Besonderheiten. Vor allem letztere überzeugt durch das Setting, hängt sich aber zu sehr an den äußeren Einflüssen auf. Und damit möchte ich einen kleinen Kritikpunkt ansprechen. Mir persönlich sagten die tödlichen Fallen in all ihrer Vielfalt nicht besonders zu. Ich verspürte während der Szenen in der Arena nicht annähernd die Atmosphäre, die die Wälder im ersten Teil mit sich brachten. Denn wie gesagt, zwischen den Kämpfern an sich geschah nicht viel, was natürlich auch an der Buchvorlage liegt, die so etwas gar nicht erst vorsieht. Sehr gut hingegen gefiel mir die diesmal kurze Einführung hin zu den Hungerspielen. Keine langen Erklärungen, kaum mehr Zwischenschnitte auf die Zuschauer oder die Distrikte. Dieser Block wird strikt abgearbeitet, was nach der langen Einführung des ersten Films einfach nur sinnvoll erscheint.

Fazit

Die Tribute von Panem - Catching Fire” ist eine der vielversprechendsten Fortsetzungen und gleichzeitig Lichtblick auf das Ende Die Tribute von Panem - Mockingjay”, das in 2 Teilen diese bisher großartige Trilogie abschließen wird.

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