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Die Unfassbaren 2 Filmkritik

Wie witzig, die Reiter gegen Harry Potter. In der Fortsetzung zum durchweg unterhaltsamen Die Unfassbaren dürfen Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Dave Franco und neu, Lizzy Caplan, gegen Daniel Radcliffe in den magischen Krieg ziehen. Dabei entsteht ein riesengroßes Gewirr, dem nur selten vernünftig zu folgen ist. Alles passiert Knall auf Fall und dadurch weniger zauberhaft als undurchschaubar.

In Teil 2 finden die sog. Reiter ihren Weg zurück auf die große Bühne. Ihr Anführer, gespielt von Mark Hulk” Ruffalo, darf ebenso mehr und mehr ins Rampenlicht treten. Vieles hat sich verändert und doch irgendwie gar nichts. Und so kämpfen die Reiter weiterhin für Gerechtigkeit im Namen des Auges”. Oder etwa doch nicht? Nun, so richtig verständlich ist das eher selten. Denn abseits eines ganz großen Komplotts gibt es auch innerhalb der eigenen Reihen Aufstände. Und dann geht es auch schon los: Es wird magisch”! Von der Schuttrutsche aus geht es nach Asien. Wie das ging? Das wird im Verlauf des Filmes auch erklärt, wie so manch ein Zaubertrick”, der mehr kameratechnischer als handwerklicher Natur ist. Doch gerade letzteres kennen wir ja aus dem ersten Teil. Alles sah und unglaublich spektakulär und unrealistisch aus. Magie hin oder her, hier ist der Fokus seit jeher auf die phantastischen Bilder gerichtet.

Im Grunde ist es schwierig den Film, bzw. seinen Ablauf zu beschreiben. Schließlich handelt es sich um ein Katz-und-Maus-Spiel, das zwar dem Ablauf nach Sinn ergibt, den Sinn an sich allerdings schwerlich vermissen lässt. So handelt es sich hier um eine doch eher unnötige Fortsetzung, die es nur deshalb gibt, weil bei Teil 1 die Kasse stimmte.

Daniel Radcliffe ist und bleibt Harry Potter. Zwar beweist er mit seiner doch eher diffusen Rollenauswahl, dass er für andere Charaktere geeignet ist, doch der Blitz wird wohl auf ewig in seine Stirn gebrannt bleiben. Und so amüsiert allen voran seine Rolle in diesem Film, der sich der Magie verschrieben hat. Doch anders als erwartet ist er einer der Gegenspieler mit nur wenig überraschender Herkunft. Was hingegen wirklich überraschte (oder doch nicht?) war Morgan Freeman’s Part im großen Ganzen. Zumindest redete ich mir einen Hauch Überraschung ein.

Was man dem Film positiv anrechnen muss: Die Optik ist einmal mehr spektakulär. Bunt, schön - eben auf Hochglanz poliert. Die Zauberei gefiel mir im ersten Teil besser, doch immerhin versuchte man auch hier auf Fingerfertigkeiten und Hintergründe der Illusionen Wert zu legen. Und auch wenn vieles nur angeschnitten wurde, unter anderem die Einzelschicksale, weiß das rasante Scharmützel zu unterhalten. Die 115 Minuten ziehen sich nur selten, was gut ist. Und so freut man sich in zweierlei Hinsicht über den Abspann: Endlich & geschafft.

Ein Schlusswort noch: Die Sounduntermalung ist eine Katastrophe. Nicht der Score oder Soundtrack an sich. Beide gehen völlig in Ordnung, zumindest mit den dazugehörigen Bildern. Was mich (an der Blu-ray) störte, waren diese extrem krassen Sprünge zwischen geflüsterter Unterhaltung und laut dröhnender Action. Ich hätte meinen Lautstärkeregler beinahe in den Fernseher geworfen. Meine Fresse…

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