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Django Unchained Filmkritik

Meine Filmkritik möchte ich mit einer kleinen Wortspielerei beginnen, die mir bereits kurz nach dem Film auf der Zunge lag: Tarantino macht den Western wieder Saloon-fähig. Gut, oder? ;)

Tatsächlich ist es aber so, dass Quentin Tarantino, ein geliebt-gehasster Meister seines Fachs, einfach nur einen Western auf die Beine stellte, dem man seine Herkunft deutlich anmerkt. Quentins Handschrift findet sich von vorne bis hinten und erinnert nicht nur des Blutgehalts wegen an seine aktuelleren Werke, z. B. Kill Bill”. Von dem Mann kann man halten, was man will. Dass er allerdings ein Händchen für besondere Filme hat, ist vermutlich unbestritten. Und dass seine Filme nicht jedem gefallen, ist vermutlich genauso unbestritten. So kann man Django Unchained” als das ansehen, was er ist: Fanservice für seine - ähm ja - Fans.

Django Unchained” hat mich persönlich zwar begeistert, aber nicht vom Hocker gerissen. Die schauspielerischen Leistungen, allen voran Christoph Waltz (go for the Oscar!), sind das Herzstück des Films und ziehen sich bestimmend von Anfang bis Ende. Zwischendrin gibt es sehr blutige Schusswechsel und diverse andere Brutalitäten, sowie amüsante Einlagen, wie sie nur einer machen könnte. Die Geschichte ist durchaus nett, aber in einem Satz erzählt und eigentlich nur dazu da, um überhaupt einen Aufhänger für genau den Western zu haben, den Tarantino schon seit Ewigkeiten drehen wollte. Dazu hat er schöne Kulissen und Schauplätze ausgewählt, sowie einen genialen Soundtrack zusammengestellt und sogar dem Original-Django (Franco Nero) einen Cameo-Auftritt spendiert. Und bevor ich es vergesse: Tarantino selbst darf, vertrottelt wie immer, auch kurz mitspielen und erinnert dabei an einen aufgesogenen Schwamm.

Die Mischung macht’s (nicht)

Wie bereits erwähnt, muss man Quentin Tarantinos Stil mögen, um diesen Film zu mögen. Wenn es denn so ist, wird es einem auch nichts ausmachen, dass angeschossene Personen meterweit nach hinten gerissen werden. Ich persönlich konnte all dem Slapstick allerdings nicht ausreichend Begeisterung entgegen bringen. Bewusst absurd gehalten, wechseln sich aua aua” und ha ha”, im Minutentakt ab und pochen auf Gerechtigkeit in Form von Verständnis. Für mich persönlich war das ein klein wenig zuviel und noch weitaus übertriebener, als man es von seinen anderen Werken kennt.

Django Unchained” ist kein gewöhnlicher Western. Er bietet unzählige Anspielungen auf die ganz großen Kult-Western, verneigt sich vor ihnen oder zieht sie auch manchmal etwas durch den Kakao. Er klaut” Titelmelodien aus ihnen und macht in Zusammenspiel mit den Bildern daraus etwas völlig neues. Er ist gewohnt und ungewohnt zugleich, nicht zuletzt, weil ein Nigger” der Held ist. Anmerkung dazu von mir: Das ist keinesfalls als Beleidigung gemeint, sondern gibt nur das Wort wieder, das man im Film gefühlte 400x hört.

Fazit

Wenn ich also sage, dass Django Unchained” ein ganz besonderer Film, angesiedelt im Wilden Westen ist, dann stimmt das auch. Allerdings ist besonders” hier ganz klar Auslegungs- und Geschmackssache.

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