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East of West 1 Review

Der Tod hat keinen Bock mehr auf die Reiter der Apokalypse. So materialisieren sich im Jahr 2064 drei von ihnen und er selbst bleibt verschollen. Die kecken Drei machen sich auf die Suche nach dem Tod, während er seine ganz eigenen Ziele verfolgt.

Wie abgedreht (und geil) ist das denn? Eine Geschichte rund um den Tod und die Reiter der Apokalypse ist ja schon toll, aber dass diese auch noch in einer Art Zukunfts-Western spielt, setzt dem Geschehen die Krone auf. Jonathan Hickman schuf mit East of West“ ein wahrlich einzigartiges Werk, vollgepackt mit Sci-Fi, Mystery, kecken Sprüchen und ausreichend Blut. Doch wäre sein Schlachtfest nicht halb so gut, hätte Nick Dragotta es nicht in Szene gesetzt. Bei ihm ist Abwechslung Trumpf. Die Strichführung darf allgemein als kantig aber präzise angesehen werden. Dazu kommen die zahlreichen Farb- und Schattenspiele, die den Band von Seite zu Seite in neuem Glanz erscheinen lassen. Der Tod selbst beispielsweise erscheint in schlichten Schwarz-Weiß, die Reiter dagegen in Rot, Blau und Grün. Manch ein Panel wird von einer Farbe, gerne Blutrot, dominiert, auf der beispielsweise der Tod eine hässliche Grimasse schneidet. Doch ist der Tod kein sterbenslangweiliger Griesgram, sondern vielmehr ein Mann von Hass, Rachegelüsten und Liebe geleitet. Somit erwartet den Leser mit Hickmans Tod eine äußerst vielschichtige Figur, die in den nächsten Bänden sicherlich noch gut ausgebaut wird.

Die Geschichte im wilden Setting wirkt anfangs etwas verwirrend und ist auch im späteren Verlauf nicht immer ganz klar. Zwischenrufe in Form von Zitaten wirken manchmal etwas fehl am Platz und als Hauptkritikpunkt kann man gleichzeitig die wohl größte Stärke abtun: Worum geht es wirklich? Zum Ende des Bandes wird genau das etwas klarer, aber noch nicht vollständig aufgelöst. Daraus entsteht eine Art Hassliebe dem Comic gegenüber. Einerseits muss man mehr darüber erfahren, andererseits ist man einfach nur wütend, weil man nicht jetzt schon mehr weiß.

Gut oder schlecht? Verdammt gut! East of West“ ist in meinen Augen nichts fürs schnelle Drüberlesen. Meine Liebe dem Band gegenüber ergab sich erst, als ich ihn beiseite legte und noch einmal darüber nachdachte. East of West“ wirkt erfrischend anders und stellt damit eine hervorragende Ergänzung für das eh schon ausschweifende Repertoire von Panini dar. Meine Empfehlung, ganz ehrlich!

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