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Edge Of Tomorrow Filmkritik

Und täglich grüßt Tom Cruise. Edge Of Tomorrow macht auf Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur mit etwas mehr Action und grandiosen Effekten.

In einer nicht allzu fernen Zukunft besetzen einmal mehr Aliens die Erde. Und wie so oft ist London der einzige noch freie Zufluchtsort, an dem sich eine technisch aufgerüstete Armee zum Gegenschlag bereit macht. Tom Cruise aka Cage landet ohne Kampfausbildung in Einheit „J, begleitet diese unfreiwillig an den französischen Strand und damit mitten ins Gefecht, nur um kurz darauf zu sterben. Er stirbt allerdings nicht wirklich, sondern wacht immer wieder im Camp vor dem großen Angriff auf. So stirbt er zwar jedes Mal wieder, kommt aber immer ein Stück weiter, lernt dazu und erfährt natürlich mehr darüber, wieso er jedes Mal aufs Neue lebt.

Wie bereits erwähnt, sind sich Und täglich grüßt das Murmeltier“ und Edge of Tomorrow“ nicht ganz unähnlich, so seltsam das auch klingen mag. Der sich immer und immer wieder wiederholende Tag, einiges an Slapstick, die kurze Verzweiflung seitens Cage und letztendlich seine Hingabe zum Geschehen - Parallelen sind deutlich erkennbar. Und doch ist Edge of Tomorrow“ mehr als nur eigenständig, nicht nur der aufregenden Aliens wegen. Die sogenannten Mimics sind eine Mischung aus Tintenfisch und Technodroge. Seltsam, warum man immer wieder auf das Tintenfischprinzip bei Aliens baut, findet ihr nicht auch? Aber wie auch immer, die Effektschmiede setzte die bösartigen Tierchen wirklich großartig in Szene. Dazu kommen die gut bewaffneten Kampfanzüge, mit denen sich im späteren Verlauf Mimics nicht nur abballern, sondern auch mühelos erschlagen lassen.

Tom Cruise ist einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, wird durch Emily Blunt als knallharte Kriegerbraut allerdings bestens unter- und gestützt. Das Pärchen harmoniert anständig, wobei man zu jeder Zeit merkt, dass der Fokus nicht auf einer Art Beziehungskiste liegt. Vielmehr geht es um den Lehrer (Blunt), der schon bald von seinem Schüler (Cruise) gerettet wird. Seine Wandlung vom bemitleidenswerten Würstchen hin zur Kampfmaschine ist aufgrund der ewigen Wiederholungen so nachvollziehbar wie vorhersehbar.

Die Zeitreisekomponente bringt zahlreiche amüsante Szenen mit sich, die ich bereits in Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu schätzen wusste. So nutzt Cage Bekanntes auch gerne mal um es schlichtweg auszunutzen. Und ein beim ersten Mal noch misslungener Stunt lässt sich beim zweiten oder dritten Mal doch gleich präziser und weniger tödlich ausführen. So gibt es einiges zu lachen, vor allem aber auch vieles zu staunen. Weiterer Pluspunkt: Zum Ende hin zieht die Spannung bis zu einem gewissen Punkt noch einmal gehörig an. Doch gerade diesen einen Punkt möchte ich als Kritiker noch ankreiden. Es handelt sich um ein für Hollywood typisches Ende, ohne das der normale Kinobesucher wohl enttäuscht den Saal verlassen hätte.

Fazit

Edge of Tomorrow“ ist amüsant, actionreich und extrem gut gemacht. Auch dieser Zeitreisefilm“ bringt einige Logiklöcher mit sich, macht diese allerdings durch beste Unterhaltung spielend wieder wett.

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