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Enemies — Welcome to the Punch Filmkritik

Was nach Dauer-Hochglanzpolitur der Visage klingt, ist in Wahrheit ein Action-Thriller mit einem großartigen Mark Strong als Bösewicht, was allerdings weniger verwundert, da er im Endeffekt immer einen großartigen Bösewicht abgibt.

Enemies - Welcome to the Punch” ist gut, aber nicht gut genug. Dazu werden Charaktere zu oberflächlich behandelt und ein gewisses, ungewolltes B-Movie-Feeling bleibt den gesamten Film über nicht aus. Und genau das ist extrem schade, da Enemies - Welcome to the Punch” mehr als nur einen Höhepunkt hat. So weiß die Verfolgungsjagd zu Beginn des Films zu gefallen oder auch eine wilde Zeitlupen-Schießerei in Großmütterchens liebevoll eingerichteten Wohnzimmer. Doch leider täuschen diese Highlights nicht über den im Grunde lieblosen Action-Thriller hinweg, der stets will aber nicht kann.

Nehmen wir beispielsweise James McAvoy als abgehalfterten Cop, der scheinbar nichts besseres zu tun hat, als Jacob Sternwood (Mark Strong) zu jagen, koste es was es wolle. Die Erklärung hierfür ist so kurz wie sinnlos, Hauptsache es gibt überhaupt eine. Sein Charakter wirkt dementsprechend: Er ist halt einfach da. Und so ergeht es ihm wie dem Rest der Bande, die sich im Film bekriegt. Würde man jetzt sagen, dass genau das nichts mache und der Film ja als hirnfreier Actioner durch ginge, dann läge man falsch. Dafür versucht man nämlich krampfhaft eine durchschaubare Verschwörungsgeschichte in die etwa 100 Minuten Film zu pressen.

Obwohl nun vieles negativ klingt, möchte ich noch einmal erwähnen, dass mir Enemies - Welcome to the Punch” trotz der hier angesprochenen Punkte wirklich gut gefallen hat. Der Film hat Style und einige großartige Szenen. Zudem darf Dean Warns nicht unerwähnt bleiben, der einen wirklich Furcht einflößend Wahnsinnigen abgibt. Eine bessere Wertung als 3/5 bleibt dem Film allerdings dennoch verwehrt. Zu austauschbar wirkt er, zu vorhersehbar ist der Ausgang und zu oberflächlichen werden die Charaktere behandelt.

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