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F0M0R1AN - This Celestial Path Album Review

Ich bin großer Fan alter (und neuer) Synth-Scores zu Filmen, Serien & Games. So verehre ich Brad Fiedel’s Terminator”-Score, John Carpenters Werke oder auch neuere Erscheinungen wie Kyle Dixons und Michael Steins Score zur erstklassigen Serie Stranger Things”. F0M0R1AN macht nun schon seit einigen Jahren Musik und schlägt genau in diese wundervolle Kerbe. Mit This Celestial Path ist es ihm gelungen, einen nahezu einzigartigen Score für einen Film zu schaffen, der erst noch gedreht werden muss.

Ich habe nicht umsonst den Terminator erwähnt, schließlich scheint F0M0R1AN diesen mit seinem Album zumindest ein klein wenig zu ehren. Manchmal hatte ich den Eindruck als hörte ich das bedrohliche Hämmern oder die energiegeladenen Synthesizer-Stränge. Doch This Celestial Path” ist soviel mehr. Es ist ein Trip zu den Sternen, mal mit Überlichtgeschwindigkeit, mal mit verschwörerischer Gelassenheit.

Dieses Album habe ich mir binnen weniger Tage bereits mehrfach angehört. Ein paar Mal während der Fahrt, dann Zuhause mit den Kopfhörern und letztendlich auch beim Joggen. Das Erstaunliche: Es eignet sich schlichtweg für jedwede Situation. Tracks wie Immaterium” haben eine für mich perfekte Geschwindigkeit, sodass aus einem kurzen Lauf schnell ein Dauerlauf wird. Auch New Horizons” ist im Kern schnell, doch vielmehr ist es hier die Melodie, die nachdenklich stimmt und gleichermaßen eine wohlige Gänsehaut beschert.

Mit Per Aspera” führt uns F0M0R1AN in sein Klangabenteuer ein. Es sind die Sekunden vor dem Start der Rakete, die einem jeden NASA-Mitarbeiter die Luft anhalten lässt. Und genau so geht es einem auch mit Per Aspera”. Sobald dann der Start erfolgt ist, begrüßt F0M0R1AN sowohl den Terminator als auch die Sterne. Das Raumschiff ist in der Luft - was wird den Hörer auf dieser Reise wohl noch erwarten?

New Horizons” trumpft mit seiner Melodie, ein paar unterstützenden Gitarren-Riffs sowie einem wohligen Zwischenstück, das wie ein Lichtblick am Wolken-verhangenen Himmel die Seele erwärmt. Immaterium” hingegen ist einer meiner Motivationstracks für die nächste Runde, aber auch so ein durchweg energiegeladener Track gegen Verstimmungen jeder Art. Hervorzuheben: Der E-Gitarren-Einsatz ab etwa 2:20 Minuten. Wer hier die Füße still hält, ist nicht von dieser Welt.

Perils of the Warp” ist ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, wie man ohne eigentlichen Drum für Geschwindigkeit bzw. eine stets treibende Präsenz sorgen kann. Auch wird einmal mehr klar, dass F0M0R1AN niemand ist, der es ruhig mag. Seine Tracks zeichnen sich durch einen leicht schmutzigen Unterton aus. Die Melodien und Hintergrundgeräusche überschlagen sich beinahe, bleiben aber dennoch stets im Einklang. Die Kombination ist es, die dieses Werk so besonders macht.

Der titelgebende Track für dieses Album, This Celestial Path”, ist eine Motivationsrakete. Schnell, hart und verdammt cool. Hier steht nicht die Ankunft im Vordergrund, sondern die Reise - hier ganz offensichtlich durch ein Wurmloch oder Asteroidenfeld. Das ist Nervenkitzel pur!

Auch Earth” treibt den Hörer durch dieses Album, bringt aber dennoch etwas Ruhe in das Geschehen. Die langgezogenen Synthwave-Sphären, sowie die Piano-Klänge laden zum Träumen ein. Mit The Dream” holt uns F0M0R1AN dann weiter zurück auf den Boden, ob nun auf der Erde oder einen anderen Planeten, dieser Track erinnerte mich ein klein wenig an M83s Schaffen, was ich allerdings als äußerst positiv hervorheben muss. Schließlich ist M83 ein musikalisches Genie.

Mit Ad Astra” und den damit verbundenen Orgel-ähnlichen und damit aufs äußerste Weltraum-verbundenen Klängen (ich muss dringend einmal wieder Interstellar” ansehen) schließt F0M0R1AN dieses Gesamtkunstwerk ab. Ich habe diesen Ausnahmekünstler auf einem fantastischen Trip begleitet und lechze nur wenige Tage nach dem Release nach mehr. Und warum auch nicht? Das Universum ist groß. Los F0M0R1AN, lass uns gemeinsam weitere Welten entdecken!

F0M0R1AN - This Celestial Path Tracklist & Highlights

1. Per Aspera 04:31
2. New Horizons 05:03
3. Immaterium 03:38
4. Perils of the Warp 05:14
5. This Celestial Path 04:27
6. Earth 06:18
7. The Dream 04:18
8. Ad Astra 02:16

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