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Fifty Shades of Grey (Unveröffentlichte Filmversion) Filmkritik

Ich habe es getan! Ich habe mir DEN Skandalfilm des Jahres angesehen. DIE Bestsellerverfilmung in der unveröffentlichten Filmversion, die letztendlich nur“ der unrated Fassung entspricht. Für alle, die jetzt interessiert, was es da mehr zu sehen gibt (insg. 3 Minuten), ich kann es euch nicht sagen. Denn nach der Fassung hatte ich null Muse, mir die Kinofassung auch noch anzusehen. Vielleicht aber für euch interessant: Es gibt durchaus einige freizügige Szenen, in denen man zumeist Dakota Johnson in allen erdenklichen Posen nackt sieht (mit Ausnahme ihrer Scham) und einmal eine kurze Kamerafahrt hin zu Jamie Dornans Gemächt, das sich gerade den Weg in die frische Luft bahnt.

Geschlagen(e 2 Stunden)

Fifty Shades of Grey“ ist ein Film über eine Leidenschaft, wie ich sie zuletzt in Secretary sehen und erleben durfte. Pein, Unterwerfung und Dominanz sind hier die Schlüsselwörter. Ich bin ja ein großer Verfechter von mach das, was dich glücklich macht“. Und in diesem Sinne ist auch alles mit einem Bruchstück des Films in Ordnung, außer vielleicht (es folgt dann noch mehr) unser Titelheld Christian Grey, der seine Leidenschaft vor größere psychische Probleme stellt, um härter und unantastbarer zu wirken. Das Problem ist allerdings, dass ich Jamie Dornan genau diese Rolle nicht abnehmen konnte. Er ist einfach ein zu liebes Kerlchen, der nicht dazu imstande war, den gequälten Liebhaber mit Hingabe zu verkörpern. Ein Glück, dass es ihm Dakota Johnson gleich tut. Ihre Performance ist einfach nur flach, mädchen- und klischeehaft.

Der Film ist optisch gelungen, aber insgesamt doch ein Trugbild für eine ganz gewisse Zielgruppe. Denn dieser Christian wird schon als eine Art Held mit Macke gefeiert, so überzogen wie ausgezogen. Nur selten vergehen mehrere Minuten, in denen man seine doch bescheidenen Brust- und Bauchmuskeln mal nicht zu sehen bekommt. Dazu natürlich Anastasia, die so entscheidungsfreudig wie angezogen ist - nämlich gar nicht.

Um ehrlich zu sein fällt es mir unheimlich schwer Fifty Shades of Grey“ zu bewerten. Der Film konnte mir persönlich absolut gar nichts näherbringen. Vielmehr hat er mich ungemein gelangweilt. Er besteht zu einem Großteil aus lächerlichen Sprüchen und Szenen, wie sie eigentlich nur einem Teenager-Gehirn entsprungen sein könnten. Aber dennoch: Irgendetwas tiefgründigeres steckt schon hinter all dem Treiben, kommt aber leider viel zu selten zum Vorschein.

Fazit

Das beste am Film ist der Titelsong von Ellie Goulding, den ich mittlerweile aber auch schon nicht mehr hören kann. Ansonsten ist Fifty Shades of Grey“ ein klischeehafter Langweiler mit schwacher Besetzung und der Tiefgründigkeit einer Wasserpfütze. Und für all jene, die es brauchen: Die zumindest gut gefilmten Nacktszenen ändern an diesem Schlamassel auch nichts mehr.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

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