Die Bestimmung – Insurgent Filmkritik

Die Bestimmung – Insurgent Filmkritik

Einer fliegt hoch, die andere runter – was will uns dieses Hauptplakat zu „Die Bestimmung – Insurgent“ wohl sagen? Vielleicht dass nichts wahr und alles möglich ist, wir aber nicht wirklich wissen was los ist und überrascht werden. Wenn es denn so ist, hat das Hauptplakat gewonnen. Die „Die Bestimmung – Insurgent“ ist ein actionreiches und zum Teil fantastischen Sci-Fi-Spektakel mit gelungenen Wendungen und sympathischen Hauptdarstellern.

Damit folgt der Film den Fußstapfen seines Vorgängers. „Die Bestimmung – Divergent“ war eine interessante, gelungene und vor allem unterhaltsame Interpretation der Buchvorlage und kein zu kitschikitschi-Twilight – man möge mir diese Aussage verzeihen. In der Hauptrolle fand sich Shailene Woodley als Tris, eine Unbestimmte, die eigentlich keiner der fünf Fraktionen zugeordnet werden konnte, sich aber trickreich für die kämpferischen Ferox entscheidet. Mit dem Ende des ersten Films sind Tris, Four, Caleb und Peter auf der Flucht. Jetzt, in „Die Bestimmung – Insurgent“, finden sie Zuflucht bei den Amite, müssen aber alsbald wieder von dort flüchten. Und fortan soll es auch so weitergehen. Wir rasen sozusagen mit einer actionreichen Szene in die andere, während die dazwischen liegenden Storyelemente zumeist relativ oberflächlich be- und abgehandelt werden. Mich persönlich als Nur-Film-Gucker stört das nicht, aber Buchleser könnten leicht enttäuscht mit dem Kopf schütteln.

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Fantasie, fantastische Welten – das zeichnete auch „Die Bestimmung – Divergent“ schon aus. Vor allem die Traumwelten wussten dort zu begeistern. In „Die Bestimmung – Insurgent“ wurden diese von der Anzahl her leicht heruntergeschraubt. Nun bewegt man sich mehr in der realen, eingezäunten Welt, deren Sinn zum Ende hin auch endlich klarer wird, womit wir bei einer der zahlreichen Wendungen im Film wären. Es ist nicht so, dass alles unvorhersehbar wäre, doch insgesamt war ich das eine oder andere Mal ganz positiv überrascht.

Shailene Woodley überzeugt als Darstellerin und auch Theo James – ihr stets wachsamer Freund – weiß zu gefallen. Dazu kommen Miles Teller als genial-falsche Schlange und Kate Winslet als bitterböse Widersacherin. Die Charaktere werden von Darstellern zu jeder Zeit voll und gut ausgefüllt. Ihrer Performance ist es zu verdanken, dass manch eine düstere Szene noch erschreckender erscheint und sowohl Dramatik als auch Humor nicht zu kurz kommen.

Zusammenfassend ist „Die Bestimmung – Insurgent“ ein durchweg gelungener Sci-Fi-Actioner mit gut agierenden Darstellern, einer tollen Szenerie und überzeugenden Effekten. Schade nur, dass der Film etwas oberflächlich und doch spürbar an nur eine Zielgruppe ausgerichtet erscheint.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja.

Geschrieben von
Dominik Höcht
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