Drive Filmkritik

Drive Filmkritik

Mit dem Film „Drive“ habe ich eigentlich nur ein Problem. Diese Kritik dazu. Es fällt mir unendlich schwer, die richtigen Worte für ein Meisterwerk wie „Drive“ zu finden. Ich denke, dass ich nie zuvor einen Film im Kino erleben durfte, der mich derart in den Sessel gedrückt hat. Diese Atmosphäre und Bildsprache sind unbeschreiblich. Durch die Ernsthaftigkeit des Films wird man von der ersten Minute an mitgerissen. Man fiebert mit, ist geschockt, verstört und verliebt!

Der Driver (Ryan Gosling) arbeitet in einer Autowerkstatt, macht Stunts beim Film und verdient nebenbei nachts als Fluchtwagenfahrer sein Geld. Als eines Tages seine neue Liebe bedroht wird, kennt er kein Pardon und geht gnadenlos auf die Jagd. Dabei schafft Gosling es nicht nur, ein und denselben Gesichtsausdruck gefühlte 90 % des Films zu wahren, sondern mit den wenigen Gesichtszügen weitaus mehr auszudrücken, als es andere Darsteller mit tausend Worten schaffen würden. Allgemein ist es so, dass der Film von seiner Bildsprache getragen wird. Wir durchleben dies durch den geschickten Einsatz von Licht und Schatten, betörenden Nahaufnahmen und ungewohnten Kameraeinstellungen. „Drive“ geht einen anderen Weg als die 08/15 Hollywood-Produktion und fährt damit richtig gut. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistet der bewegende Soundtrack, der im Einklang mit den Bildern eine Atmosphäre schafft, die seinesgleichen sucht.

Der Film hat 2 Seiten. Zum einen eine gelungen komplizierte Lovestory. Zum anderen einen Racheakt, der auch die FSK 18-Freigabe rechtfertigt. Der Driver ist wirklich nicht zimperlich, wenn er sich zumeist erfolgreich gegen die bösen Jungs wehrt. Durch die Ernsthaftigkeit des Films sind diese expliziten Gewaltdarstellungen verstörender als in manch anderem Splatter-Film. Dabei spielt Ryan Gosling nicht den harten Jungen, sondern den mysteriösen Helden, von dem man nie so richtig weiß, was seine Motivation ist, wie er zu dem steht, was er macht und ob er das überhaupt schon einmal gemacht hat. „Drive“ lässt uns bis über das Ende hinaus im unklaren darüber, wer der Driver wirklich ist. Und genau das macht diesen Charakter derart faszinierend.

Auch die anderen Darsteller gehören erwähnt und gelobt. Allen voran noch Bernie Rose (Albert Brooks), der den perfekten Bösewicht abgibt. Undurchschaubar, hinterlistig und gewalttätig. Doch auch Standard (Oscar Isaac) hat mir als fürsorglicher Familienvater, der auf die schiefe Bahn geraten ist, sehr gut gefallen. Kurz und knapp: Der Cast ist hervorragend gewählt!

Fazit

„Drive“ bleibt durch seine starke Bildsprache, die unvergleichliche Atmosphäre und hervorragende Darsteller für alle Ewigkeit unvergesslich. Ein unmittelbarer Klassiker für wahre Filmfans!

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Danke, Dein Dominik
Geschrieben von
Dominik Höcht
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