Knight of Cups Filmkritik

Knight of Cups Filmkritik

Ich kann nicht mehr. Nein, ich will nicht mehr. Ich möchte mir diese überhebliche Bilderflut nicht weiter antun. Doch ich tue es. Ich ziehe „Knight of Cups“ durch. Einen Film, in dem der Hauptdarsteller ganz offensichtlich selber nicht so genau weiß, worum es eigentlich geht, bzw. wie er auf gewisse Anreize korrekt zu reagieren hat.

Christian Bale spielt einen erfolgreichen Drehbuchautor, der den Sinn des/seines Lebens sucht. In unzähligen Rückblicken, teils abstrus, zumeist künstlerisch bedingt wertvoll, werden wir dazu aufgefordert sein Leben für ihn zu erkunden.

Terrence Malick, ein Regisseur des Außergewöhnlichen, philosophiert mit Bildern wie aus einem Traum über das Leben in- und außerhalb der Traumfabrik Hollywood. Und so mag „Knight of Cups“ ein akustisch und optisch ansehnliches, wenn auch fragwürdiges Arthaus-Projekt sein, auf das man sich einmal mehr einlassen muss.

Freunde „guter Unterhaltung“ werden daran keine Freude haben. Ich bezweifle allerdings auch, dass Arthaus-Anhänger dieses Werk vergöttern werden. Dazu ist es mir schlichtweg zu nichtssagend. Bales Gedankenwelt berührt mich – vielleicht seiner Erscheinung und Vermittlungsfähigkeit wegen – nicht im geringsten. Und so tue ich mich von Anfang bis Ende schwer der wilden, wenn auch zum Teil wunderschönen, Bilderflut zu folgen. Es ist wahrlich eine Qual bis zum letztendlichen – und leider – unversöhnlichen Ende.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

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Danke, Dein Dominik
Geschrieben von
Dominik Höcht
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