Männer, die auf Ziegen starren Filmkritik

Männer, die auf Ziegen starren Filmkritik

Nicht immer ist es einem Filmkritiker vergönnt, einen einfach nur schlechten Film zu sehen. Manchmal muss man sich mit unglaublich schlechten Filmen quälen. So zum Beispiel „Männer, die auf Ziegen starren“ mit unzähligen Stars, die im Film ihr Talent vergeuden, wie ich es bisher nur von Cohen-Filmen kenne.

Da geht es also um eine Spezialeinheit, die mit Gänseblümchen und Tanz versucht, die Welt besser zu machen. Dass diese unglaublich begabten Männer auch Spezialfähigkeiten haben, wird spätestens dann zur Nebensache, wenn man mit der sowieso schon flachen Story gen Andreas-Graben sinkt. Denkt man in den ersten Minuten noch, dass sich etwas annähernd interessantes entwickeln könnte, wird man einen Sekundenschlaf später ins langweilige Leben zurück gerissen. Ewan McGregor – für mich der einzige Höhepunkt – erzählt als Bob Wilton aus der Ich-Perspektive, wie er auf die Jedi-Krieger stößt und somit die Story seines Lebens verfasst. Mag sein, dass Anspielungen auf Star Wars und diverse andere Kultfilme funktionieren und im extremsten Falle auch zünden, aber wenn ich lediglich Gags ohne Zusammenhang sehen möchte, schalte ich die nächstbeste Comedy-Sendung ein.

Es ist unglaublich schade, dass wirklich vorhandenes Potential dermaßen vergeudet wurde. Denn spätestens ab der 2. Hälfte des Films wird klar, dass nichts mehr passieren wird. Rein gar nichts. Man wartet sogar sehnlichst auf den sonst so verhassten Abspann. Es wird geredet, es gibt wieder einen kurzen Gag, der mal zündet, mal nicht, es wird wieder geredet, wieder ein Gag und letztendlich steuern wir auf das einfallslose Ende zu.

Sorry, aber seht euch diesen Film nicht an! Für eine Schlaftherapie wirklich gut zu gebrauchen, für einen ernsthaften Filmabend ohne darauffolgendes Familiendrama zu Hause allerdings weniger.

Fazit

Selten hat man die Ehre schlechte Filme sehen zu dürfen. Manchmal bin ich dankbar dafür, da ich dann wieder einmal erkenne, dass Trailer nie die Wahrheit sprechen und hochkarätige Schauspieler noch lange keinen guten Film ausmachen. „Männer, die auf Ziegen starren“ ist einfach nicht gelungen.

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Danke, Dein Dominik
Geschrieben von
Dominik Höcht
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