The Avengers Filmkritik

Wenn der gerissene und listenreiche Gott Loki (hervorragend gespielt von Tom Hiddleston) mit ein paar überdimensionalen Schaben sich die Erde Untertan machen will, dann drückt nicht nur Nick Fury (Samuel L. Jackson) ein Auge zu, um ein ungleiches Team, genannt „The Avengers“, auf die Weltraumschurken loszulassen.

Um die Superhelden zu vereinen und endlich „The Avengers“ ins Kino zu bringen, schien eine dermaßen einfache Geschichte völlig auszureichen. Und merkwürdigerweise funktioniert das auch. Denn spätestens nach dem ersten coolen Spruch oder einer der zahlreichen bemerkenswerten Eyecatcher-Szenen ist es um einen geschehen. Gefesselt verfolgt man ein knapp 2 1/2-stündiges Action-, Sprüche- und Spaßfeuerwerk, das so ziemlich alles an bisher dagewesenen Superheldenfilmen in den Schatten stellt und dabei wie im Fluge vergeht.

Regisseur Joss Whedon hat es geschafft, einen enorm unterhaltsamen Film mit sechs Hauptdarstellern zu besetzen, von denen wirklich keiner zu kurz kommt. Ich hielt es bis vor kurzem für extrem schwierig, diese, sowohl im Film, als auch im wahren Leben, unterschiedlichen Personen in einen Topf zu werfen, einmal gut zu schütteln und pure Harmonie hervorzuzaubern. Tja, ich habe mich geirrt. Hut ab!

Neben all der atemberaubenden Action und den unzähligen One-linern ist es bemerkenswert, wie innerhalb weniger, ruhigerer Minuten Einzelschicksale derart souverän vermittelt werden können. Jeder Superheld hat seine Daseinsberechtigung und wirkt weitaus ausgefeilter, als in seinem eigenen Film. Besonders hervorzuheben ist Tony Stark (Iron Man – Robert Downey Jr.), der den Film dominiert. Das heißt jetzt nicht, dass er für sich 1 Minute mehr hat, was eventuell sogar sein könnte, sondern, dass er eine sehr wichtige Rolle spielt und die mit Abstand besten Sprüche spendiert bekam. Auch Mark Ruffalo als mittlerweile dritter, aber überzeugendster, Hulk-Darsteller stellt einen der Höhepunkte dar. Er versorgt uns mit ein paar wunderbaren Szenen, die den Film im positiven Sinne tatsächlich wie einen Comic wirken lassen.

Abseits der hervorragenden Darsteller erleben wir CGI-Tricks auf der Höhe der Zeit, die sich nicht nur im nahezu endlosen, aber spektakulären, Finale entladen. Im Gegensatz dazu ist das 3D (wieder einmal) nichts weiter als ein netter Gag. Der Soundtrack hingegen ist vertraut episch, aber leider ziemlich schnell wieder vergessen.

Fazit

„The Avengers“ ist zweifellos die aktuell großartigste und unterhaltsamste Superhelden-Verfilmung. Der Film ist Spaß pur und lässt einen fast vergessen, dass die Geschichte um die Invasion lediglich Mittel zum Zweck ist, um die Avengers überhaupt erst zum Leben zu erwecken.

8 Kommentare zu „The Avengers Filmkritik“

  1. Schön, dass sich der Blogosphäre bei diesem Film so komplett einig ist. 😉 Da hat Joss Whedon aber was ganz, ganz, ganz doll richtig gemacht. Aber sowas kann er ja eigentlich: Ich sage nur „Firefly“. 😉

      1. Dann aber mal hurtig „Firefly“ und „Serenity“ nachholen! Eine wirklich großartige und leider extrem kurzlebige Serie, die ich schon vor Jahren ganz tief in mein Herz geschlossen habe – und der Film steht dem in nichts nach!

  2. Ich würde ihm sogar als meine liebste Comicverfilmung noch vor Spiderman 2 setzten und auch ganz ganz knapp hinter TDK als bester Superheldenfilm

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