Tödliches Kommando – The Hurt Locker Filmkritik

Tödliches Kommando – The Hurt Locker Filmkritik

Bombenstimmung unter Kameraden. Oder etwa doch nicht? Was passiert, wenn man einen adrenalingeilen Bombenexperten in den Irak schickt? Regisseurin Kathryn Bigelow bringt mit viel Fingerspitzengefühl die traurige Wahrheit ans Licht.

Als sich der Bombenexperte Staff Sergeant Matt Thompson (Guy Pearce) in Luft auflöst, übernimmt Sergeant First Class William James (Jeremy Renner) das Kommando über eine kleine Gruppe, die fortan mit ihm halsbrecherische Aufträge erledigt.

„The Hurt Locker“ geizt vielleicht mit Action, dafür aber nicht mit einer ungeheuren Atmosphäre. Wenn Sergeant First Class William James einmal mehr versucht die x-te Bombe seines Lebens zu entschärfen, fiebert man unweigerlich mit. Nicht ganz unbeteiligt daran sind die sehr guten Darsteller, allen voran Anthony Mackie und Jeremy Renner, die die Freuden und Leiden des Krieges überzeugend wiedergeben. Ebenso gelungen ist der Soundtrack, der die mitunter beklemmende Atmosphäre hervorragend einfängt und akustisch wiedergibt.

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Gefallen hat mir zudem der nicht vorhandene Überpatriotismus, dem man sonst in zu vielen Kriegsfilmen ausgesetzt ist. Hier klatscht man sich höchstens an die Stirn, wenn James seinen nächsten Adrenalinschub benötigt. Nach dem Motto „Wie kann man nur so blöd sein?“, erkennt man spätestens nach dem Abspann, dass all die Geschehnisse nicht einmal so unrealistisch sein mögen. Adrenalinjunkies gibt es überall. Warum also nicht beim Bombenkommando? Lediglich diese eine vorhersehbare Explosion, wenn der Bürofuzzi das erste Mal mit zum Einsatz kommt, scheint ein wenig lächerlich.

Fazit

„The Hurt Locker“ hat in meinen Augen die Oscars zurecht verdient. Wer einen Actionfilm ala „Windtalkers“ erwartet, wird maßlos enttäuscht. Wer aber auf nervenzerreissende Spannung steht, der sollte hier einen Blick riskieren!

Geschrieben von
Dominik Höcht
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