Wer ist Hanna? Filmkritik

Wer ist Hanna? Filmkritik

Wer ist Hanna? Um ehrlich zu sein, bin ich mir da selbst nach dem Filmende nicht so ganz sicher. Die 16-jährige Hanna (Saoirse Ronan), die von ihrem Vater (Eric Bana) zu einer eiskalten Killerin ausgebildet wurde, macht sich spontan auf, die Welt zu erkunden und Menschen zu töten. Dabei entdeckt sie verrückte Sachen wie einen Fernseher, einen Wasserkocher oder Freundschaft. Wer hätte gedacht, dass ein Mädchen, das ihr ganzes Leben in einer Jagdhütte verbracht hat, diese simplen und selbstverständlichen Dinge nicht kennt?

Ich bin mir unschlüssig, ob ich den Film gut oder schlecht finden soll. Insgesamt war er mir zu inhaltslos, sofern man das so sagen kann. Die kleine Hanna kämpft um ihre Identität. Denn schließlich lautet die Frage, „Wer ist Hanna?“. Ja, wer ist sie? Irgendwann erfährt man das schon. Nur was ist dann? Das Filmende ist enttäuschend. Und vielleicht liegt es genau daran, dass der Film, der sonst mit seinen wenigen, aber hervorragend choreographierten Kampfszenen und den darstellerischen Leistungen vollends überzeugen kann, nicht der erhoffte Kracher wurde. „Wer ist Hanna?“ ist so etwas wie Filmkunst. Kameraspiele, ein unwirklich klingender Soundtrack der Chemical Brothers und absurde Nebendarsteller lassen den Film gleichzeitig bizarr und besonders wirken. Schnell verliert man sich in diesen Bild- und Tonwelten, erkennt aber zu spät, dass es wohl nur ein Experiment für die Sinne war.

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Fazit

Das Filmexperiment „Wer ist Hanna“ ist grotesk, aber schön. Für eine Topwertung wäre eine zusätzliche Portion Inhalt sehr wichtig gewesen.

Geschrieben von
Dominik Höcht
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