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Foxcatcher Filmkritik

Foxcatcher erzählt die wahre Geschichte von Mark und Dave Schultz, die 1984 als einziges Brüderpaar mit Olympischem Gold im Ringen in die Sportgeschichte eingingen und daraufhin an den reichen John Du Pont gerieten, der ihrer aller Leben in eine gänzlich andere Bahn lenkte.

Schauspiel

Foxcatcher ist vor allem eines: Herausragendes Schauspiel. Das beginnt mit dem wirklich großartigen Steve Carell, dem ich eine derart undurchschaubare Rolle nie zugetraut hätte. Channing Tatum gibt den Hauptdarsteller mit Hingabe, obgleich gerade er eigentlich unrechtmäßig im Mittelpunkt steht, da John Du Pont den weitaus interessante Charakter darstellt. Und Mark Ruffalo spielt kurzum gewohnt überzeugend. Zusammenfassend sind alleine sie es wert, den Film zu sehen, da man vor allem von Carell und Tatum nie eine derart überzeugende und einmalige Performance erwartet hätte.

Stille

Das Drama geht leider mit unzähligen stillen Momenten einher, die zwar die Wirkung der Charaktere zu unterstreichen wissen, aber für mich persönlich doch eher ermüdend wirkten. Denn so richtig viel an Geschichte geht innerhalb dieser Schweigeminuten nicht voran. Die Stille wird als Mittel zum Zweck eingesetzt und wird dem einen gefallen, dem anderen nicht. Mir persönlich war es dann doch zu ruhig, woran auch die selten eingestreuten Soundtrack-Schnipsel nichts änderten.

Ringen

Der Sport selbst kommt im Film nicht zu kurz und wird von der Kamera einwandfrei eingefangen. Man muss es Tatum und Ruffalo hoch anrechnen, dass sie die Bewegungen derart gut und überzeugend ablaufen lassen.

Auf die körperliche Aktivität folgen des öfteren härtere Schläge, so auch zwischen den Brüdern. Schon hier merkt man, dass jeder mit seinem Schicksal zu kämpfen hat - und was bietet sich da besser an als der Ring? Doch auch außerhalb des Rings sind Zärtlichkeiten Nebensache. So zum Beispiel, wenn Tatum sich im Hotelzimmer mehrmals kräftig ins Gesicht schlägt und letztendlich seinen Kopf gegen einen Spiegel rammt - mehrfach.

Steve Carell als John Du Pont kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Welche das jedoch sind, ist einem bis zum Ende nicht ganz klar. John Du Pont ist ein schwer einzuschätzender Mensch und so verwundern seine letztendlichen Taten nur wenig, obgleich sie dennoch zu überraschen wissen.

Fazit

Das ruhig erzählte Drama Foxcatcher lebt durch das herausragende Schauspiel der Darsteller. Der Film ist beklemmend und fesselnd, leider aber auch zu langatmig geraten.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

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