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Ghosted 1 Review

Ghostbusters treffen auf Crime und Horror - Ghosted! In dieser Comicserie verfolgen wir das Wirken des abgebrühten Meisterdiebs Jackson T. Winters. Dieser wird von einer schießwütigen Blondine aus dem Knast befreit und daraufhin zu einem alten Knacker geführt, der Jackson mit Geld kaufen möchte. Und was muss er für die Scheinchen tun? Nun, nichts weiter als einen Geist zu stehlen…

Ghosted beginnt amüsant, wandelt dann lange auf Horrorpfaden und verliert sich in einem Gestrick aus Verschwörungen. Diese Abwechslung, sowie die darin spielenden Figuren, machen Ghosted so einmalig wie großartig. Vor allem die Hauptfigur Jackson T. Winters gefällt als übercooler Meisterdieb mit einem Geheimnis, das erst zum Ende hin aufgedeckt wird. Doch auch Anderson Lake, die Blondine mit dem Hang zum Morden, ist äußerst speziell und erinnert gerne an die Indiana Jones-Nazis. Dazu gesellen sich mehrere Möchtegern-Geisterjäger, ein jeder spezialisiert auf Werkzeuge und Hinterlistigkeit. Jeden von ihnen jetzt aufzulisten würde wohl die Grenzen meines Blogs sprengen. Vielleicht nicht wegen der Anzahl, sondern vielmehr aufgrund ihrer Besonderheiten. Ghosted lebt von der Geschichte UND den Figuren. Dabei ist die Geschichte ein spannendes, gruseliges und amüsantes Gesamtwerk ohne größere Mäkel, gestützt von den Namen tragenden Pfeilern.

Ein seltsamer alter Mann, ein Geisterhaus wie aus einem schlechten Horrorfilm und diese kleinen Besonderheiten, die Geisterhäuser nun einmal ausmachen. So dreht sich das Gesicht auf dem Gemälde, ein Zimmer ist das Tor zu einer anderen Dimension und Besessenheit ist keine Seltenheit. All das, was einen guten Horrorfilm ausmacht, findet sich auch in diesem Comicband wieder. Damit ist Ghosted eine wundervolle Hommage an das Bekannte, zielsicher verfeinert mit Eigenständigkeit.

Abseits des Superhelden-Mainstreams veröffentlichte Panini mit Ghosted beste Unterhaltung in Goran Sudzukas Gewand. Seine Zeichnungen tragen das sowieso schon packende Storygerüst in einer Art 70s-Erscheinungsbild, unmittelbar verfrachtet in die Neuzeit. Heraus kommt ein gespenstisch-stimmiges Erscheinungsbild, das sich wahrlich vor nichts und niemanden fürchten muss.

Ich bin großer Fan von Ghosted. Vor langer Zeit hatte ich das erste US-Heft zur Serie in der Hand und war dieser damit sofort verfallen. Dank Panini bin ich nun schlichtweg besessen und freue mich schon auf den zweiten Band, wenngleich ich mir im Augenblick, bzw. nach dem Ende des ersten Bandes, nicht so recht vorstellen kann, wie es wohl weitergehen könnte. Andererseits bietet die Geisterthematik genügend Spielraum und an der Vielschichtigkeit der Figuren wurde bis dato eh nur oberflächlich, wenn auch treffsicher, gekratzt.

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