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Glitch Black - Dominus Infernus Album Review

Für die düsteren Stunden des Lebens schnapp ich mir keinen Snickers (nur manchmal), sondern gerne Glitch Black, neuerdings mit seinem Album Dominus Infernus”, das seit dem 6. Juni via Bandcamp, Spotify (usw.) verfügbar ist. Dominus Infernus” ist dabei Darkwave, Synthwave, Weltuntergang und Rock in einem. Glitch Black schuf ein unheimlich(es und) gutes Album, das in mehrerlei Hinsicht zu überzeugen weiß.

Event Horizon” ist wie ein wilder Trip unter Speed. Der Track geizt nicht mit Geschwindigkeit, harten Synthwaves und vor allem auch grandios platzierten Gitarrenriffs. Ob der Titel nun als Anspielung auf den kongenialen und gleichnamigen Film gedacht ist, bleibt bis auf weiteres ungewiss. Eines steht allerdings fest: Als Soundtrack während der Höllenszene wäre der Track durchaus gut geeignet.

Dominus Infernus” schraubt die Geschwindigkeit ein Stück weit herunter, die Darkness” dafür noch einmal weiter nach oben. Somit garantiert der Track Gänsehaut in mehrerlei Hinsicht. Sowohl melodisch als auch furchterregend kämpft er sich mitten ins Gehör und will dort gar nicht mehr heraus. Ganz ähnlich ergeht es Secret Assassin Superstar”, der mit seiner Ohrwurm-Garantie voll ins Schwarze trifft. Allen voran gefallen mir bei diesem Track die ersten Sekunden, die diesen gewissen Tick Of The Clock”-Charme der Chromatics beinhalten.

Und auch Midnight Scavengers” ist ein äußerst atmosphärischer Track mit Gänsehaut-Garantie. Die düsteren Synths gehen direkt unter die Haut. Daraufhin pusht Skull Tower” die Geschwindigkeit, wirkt etwas weniger düster und eignete sich hervorragend für eine Verfolgungsjagd inmitten eines guten alten Heist-Movies. A Dream of Stars” ist daraufhin eine kleine Verschnaufpause mit ziemlich coolen Lyrics.

Deception”, der kleine Synth-Rave für Zwischendurch. Denn obgleich Deception” mit ruhigen Passagen trumpft, kommt ein gewisser Rave-Charme hier und da durch. The Zone” überzeugt schlichtweg durch die Melodie: Äußerst atmosphärisch und stimmig - dadurch einfach hörenswert. Wieder so ein Track, perfekt für einen Film als Soundtrack geeignet.

Escape” bringt zwei Eigenschaften mit sich: Einerseits kann der Track (positiv) nerven, ihr werdet verstehen was ich meine, wenn ihr den Track hört. Und andererseits, bzw. als Resultat daraus, bringt auch dieser Track wieder diesen gewissen Ohrwurm-Charakter mit sich. Der darauffolgende Track Descent” ist handwerklich gute Arbeit, mehr als nur Platzhalter auf einem durchweg stimmigen und guten Album.

Mit Unknown Mechanical Anomaly” schraubt Glitch Black noch einmal an der Geschwindigkeit, und bietet, wie mit Descent” bereits geschehen, guten Darkwave-Sound. Doch erst Dark Sanctum” bietet daraufhin eine gewisse Abwechslung. Der Track sticht aus dem Album heraus und gefällt durch den Einsatz von bisher ungewohnten Sounds.

Shades of the Departed” und A Brighter Tomorrow” bieten mehr vom vertrauten Glitch Black Sound und ergänzen dieses durchweg gelungene Album, das allerdings ohne allzu große Überraschungen auskommt. Hier und da gibt es besonders erwähnenswerte Tracks, bei gut 2/3 allerdings handelt es sich nur” um gute und professionelle Arbeit eines sehr guten Darkwave-Künstlers.

Das großartige Artwork stammt von Danny Bourque!

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