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Godzilla Filmkritik

Aus alt mach neu und alt. So könnte man Godzilla aus dem Jahr 2014 ziemlich gut umschreiben. Denn mit diesem Werk verpasste Regisseur Gareth Edwards dem allseits beliebten Monster einen frischen Anstrich, ohne dabei allzu sehr die alten Tugenden außer Acht zu lassen.

Tod und Verderben im Vorder- und Hintergrund

Wenn mich etwas schwer am Film beeindruckte, dann nicht die Masse Godzillas, sondern sein Wirken im Hintergrund. Dass das Monster oftmals nur kurz und im Hintergrund mit anderen Monstern kämpft, ist für mich schlichtweg erfrischend anders. Kein Draufhalten auf auf zwei CGI-Figuren, die wild auf sich einprügeln, sondern den Fokus stets auf das Geschehen im Vordergrund gerichtet zumindest bis zum Showdown, der dann allerdings auch nicht anders hätte ausfallen dürfen.

Mit dem Showdown wird man dem Gerecht, was Fans der alten Filme erwarten. Vorher aber setzt man auf eine Mischung aus Standard-Actioner und Klassiker-Slapstick, die auf einer malträtiert aufgebauten Story fußt, offensichtlich nur dazu da ist, das Monster wieder zum Leben zu erwecken.

Da hätten wir beispielsweise Schauspielgrößen wie Bryan Cranston (Breaking Bad), denen es schlichtweg verwehrt wurde, großartig zu sein. Das Potential ist zu jeder Zeit da und spürbar, allerdings immer nur so lange, bis ihnen ein Riegel vorgeschoben wird. Später dann steht Filmsohn Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass) im Vordergrund, der als Soldat logischerweise die Actionszenen dominiert, in den ruhigeren Passagen allerdings nur selten zu überzeugen weiß.

Monströs

Die Optik des Films ist wie erwartet erste Sahne. Die Devise lautete offensichtlich: Gebt Gareth Edwards genug Geld, er wird schon was draus machen. Und ja, das hat er. Ist Godzilla nun im Computer entstanden oder wirklich real? Eine Unterscheidung ist beinahe unmöglich. Und so überzeugt der Film vor allem optisch, ob nun Monster oder penibel zerstörte Städte.

Gemischte Gefühle. Einerseits gefielen mir die Optik, sowie das sichtbare Herzblut, das im Projekt steckt. Godzilla wirkt so klassisch wie eh und je, aber irgendwie auch neu und besser. Andererseits ist der Film doch nur ein Actioner unter vielen, der nicht einmal so actionreich ist. Gut, dass es wenig Action und relativ wenig Godzilla zu sehen gibt, störte mich nicht im geringsten. Dann aber erwarte ich zumindest bestens ausgearbeitete Charaktere, sowie etwas weniger lapidare Erklärungswut. Der Film wirkte auf mich deshalb leicht unfertig und zu zielgruppengerichtet. Irgendwie versuchte man auf den Zug Pacific Rim aufzuspringen, der sich (eigentlich nur) durch seine Action behauptete, verpasste ihn schließlich aber doch.

Fazit

Gebt Gareth Edwards noch mehr Geld und vielleicht auch mehr Zeit und ein noch besseres Drehbuch und Godzilla 2 wird der Film, der Teil 1 sein sollte. Das soll nicht heißen, dass Godzilla schlecht wäre. Im Gegenteil. Ich hatte durchaus Spaß beim Ansehen und werde das bestimmt auch wieder tun. Schließlich wurde das Kultmonster erstmals überzeugend in die Neuzeit übertragen.

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