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Gold — Du kannst mehr als Du denkst Filmkritik

Mit einer Behinderung durchs Leben zu gehen ist nicht einfach. Doch sich hängen lassen ist soviel schwieriger. Und so erzählt Gold - Du kannst mehr als Du denkst“ drei außergewöhnliche Einzelschicksale in einer Geschichte, in der die betroffenen Personen über ihre Grenzen hinaus das Unmögliche meistern. Der Film macht einem klar, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest genug an sich glaubt. Und dabei stellt eine körperliche Behinderung nicht das eigentliche Hindernis dar.

Im Film verfolgen wir die kurzen Lebensabschnitte des blinden Marathonläufers Henry Wanyoike aus Kenia, der querschnittgelähmten Schwimmerin Kirsten Bruhn aus Deutschand und von Kurt Fearnley, dem australischen Rennrollstuhlfahrer. Alle drei haben ein großes Ziel vor Augen: Die Goldmedaille bei den Paralympics 2012. Und so begleiten wir sie beim Lauf-, Schwimm- und Rennrollstuhltraining über das Privatleben hin zum großen Ziel in London. Diese Tage und Monate werden mit aussagekräftigen und teils berührenden Bildern vermittelt, die den Film einerseits wie eine Dokumentation wirken lassen, andererseits aber auch wie kleine Privatvideos ganz normaler Menschen.

Es ist bemerkenswert zu sehen, was diese drei Persönlichkeiten alles schaffen. Denn auch abseits des Sports meistern sie ihr Leben mit Bravour. Und warum ist das so? Sie haben sich nicht hängen lassen. Zwar erfährt man im Film auch, dass es immer wieder Momente gibt oder gab, in denen der schwere Schicksalsschlag nicht so leicht hingenommen werden konnte, aber aufgegeben hat keiner. Mit diesem Wissen und den Bildern vor Augen ist Gold - Du kannst mehr als Du denkst“ soz. Lebensmotivation für Behinderte und gesunde Menschen zugleich. Denn schließlich kann jeder alles erreichen!

Ich persönlich war vom Film angetan, wenngleich mir einige Längen unangenehm aufgefallen sind. Hier und da etwas mehr Substanz hätte dem Film nicht geschadet. Denn zwischen Emotion und Sport liegen auch mehrere Minuten des normalen Lebens, die zwar nicht als unwichtig abgetan werden dürfen, aber im Gesamtbild etwas unstimmig wirken. Nichts desto trotz möchte ich diesen Film jedem empfehlen, den der Lebensmut verlassen hat. Gold - Du kannst mehr als Du denkst“ ist das Leben, wie es ist.

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