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Her Filmkritik

Theodore (Joaquin Phoenix) lebt einsam-gemeinsam inmitten einer vernetzten Gesellschaft, die am Höhepunkt des Social-Lifes angekommen ist. Die Menschen unterhalten sich nur noch über Knöpfe in ihren Ohren und Bildschirmen vor ihren Augen. Reale Kontakte sind Glückssache. Und so ist es auch kein Wunder, das Theodore sich in ein Betriebssystem verliebt. Soviel zur Geschichte, die sich in den zukünftigen Seventies abspielt, womit wir beim Punkt Optik angekommen wären. Diese besticht durch ihre ausgewaschenen Farben und ein wundervolles Setting, vollkommen durch Schlaghosen, Koteletten und halbtransparente Plastikwände. Willkommen in der Vergangenheit will man uns sagen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Netzfaktor ins Spiel kommt. Kleine Bildschirme, Knöpfe in den Ohren und Hologramme gehören zur Tagesordnung. Der darin zu findende Stilbruch ist unerwartet schön. Doch damit genug der lobenden Worte.

Gesellschaftskritik ist angebracht. Ja, die Vernetzung nimmt zu und ein jeder wird in Zukunft - wie auch immer - noch mehr mit einem Gerät beschäftigt sein als mit dem realen Gegenüber. Da beißt die Maus kein Netzwerkkabel ab. Doch Her treibt das Spiel auf die Spitze. Zu beinahe jeder Sekunde rasen Seitenhiebe im Schneckentempo auf uns zu. Ständig ersichtlich, doch gäääähnend langsam. So laaaangsam, wie sich die Geschichte des Films dahinzieht. Joaquin Phoenix verkörpert unseren ach so sensiblen Theodore mit Hingabe, das erkennt sogar das ungeschulteste Auge. Doch damit war es das auch schon. Die Liebe mit der nicht existenten Person, sowie der vorhersehbare Ausgang wissen zu keiner Sekunde zu begeistern. Ich fand das Geschehen dermaßen ermüdend, dass ich gerne 10 von 10 ziehenden Kaugummis vergeben hätte.

Nun ja, für mich war Her rausgeworfenes Geld, wenngleich ich genau das anfangs nicht erwartet hätte. Doch die Entwicklung der Figuren, sowie der Ausgang der Geschichte erschienen mir zu generisch und vorherbestimmt. Und viel mehr außer Großaufnahmen des verunstalteten Joaquin Phoenix gibt es ohnehin nicht zu sehen.

Einen zusätzlichen Trostpunkt zur außergewöhnlich schönen Optik, sowie der im Ansatz überzeugenden Prämisse gibt es für das fluchende Computerspielmännchen, das in seinen 2 Minuten Anwesenheit herzlich zum Lachen animiert.

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