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Homefront Filmkritik

Statham vs. Franco, mitten im Nirgendwo. Die Geschichte ist nicht wirklich neu. Nein, sie ist sogar sehr alt, sehr vertraut und irgendwie auch langweilig. Doch Regisseur Gary Fleder wusste durch seine treffsichere Besetzung Pepp in den Ablauf zu bringen, wenngleich Jason Statham irgendwie in jedem Film dieselbe Person zu spielen scheint und James Franco ungewöhnlich schüchtern wirkt.

Im Film zieht es einen Ex-Drogencop mit seiner Tochter aufs Land. Weg von der Gewalt, rein in die Ruhe. Von wegen. Schon bald haben beide den hiesigen Drogenboss am Hals, der ein paar böswillige Biker engagiert, die dem Cop den Gar ausmachen sollen. Soviel zur Geschichte.

In Homefront“ geschieht wenig überraschendes, dafür aber idyllisch böswilliges. Mein Gott, klingt das dämlich, aber wenn es doch so ist?! Der Film stellt eine Art Hommage an all die Filme dar, die schon vorher durch eine ähnliche Der ewige Cop“-Geschichte angetrieben wurden. Viel tragen dazu die Darsteller bei, vor allem aber auch die gelungenen Landschaftsaufnahmen, Sets und die darübergelegten Farbfilter. Voilà, fertig ist das actionversetzte Drama im Psychogewand. Und wenn wir schon beim Psycho sind, so muss man über James Franco sprechen, der bereits in Spring Breakers unter Beweis stellen konnte, dass er außergewöhnliche Persönlichkeiten, bzw. schlichtweg Verrückte, perfekt verkörpern kann. Und auch hier weiß er zu gefallen, wenngleich ich stets das Gefühl hatte, als würde er sich leicht zurückhalten. So ist der Hinweis in meiner Einleitung mehr als nur angebracht: Er wirkt ungewöhnlich schüchtern. Schwierig wird es nun, weil ich nicht weiß, ob diese Eigenart zu seiner Rolle gehört, oder ob er sich einfach nicht wohl fühlte in ebendieser. Man wird es wohl nie erfahren.

Jason Statham gibt die vertraut coole Socke, die einfach zu jeder Zeit Dampf ablassen kann. Und wenn das Dampfventil einmal geöffnet ist, knacken die Knochen. Homefront“ ist nicht gerade zimperlich in Sachen Gewaltdarstellung, verherrlicht diese aber auch nicht. Sie ist Mittel zum Zweck und daher angebracht. Und da wir jetzt schon beim Thema Gewalt sind, können wir auch noch auf den Schluss eingehen, der kurzum den perfekten 80s-Krawumm-Ausgang darstellt. Irgendwie wenig verwunderlich, wenn man weiß, dass Sylvester Stallone die Hand am Drehbuch hatte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass im zuweilen sogar spannenden Homefront“ kaum ausgelastete Generationen aufeinander treffen, nur um in einem 80s-Showdown die bis dahin in Ansätzen aufgebaute Atmosphäre mit Stahlkappen-besetzten Stiefel zu treten. Das macht aber nichts, denn obwohl vermutlich kaum eine Szene in Erinnerung bleiben wird, stellt Homefront“ mit seinen 100 Minuten zumindest einen kurzweiligen Zeitvertreib dar.

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