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Imperium Filmkritik

Daniel Radcliffe dürfte mittlerweile weitaus bekannter dafür sein, strange” Rollen anzunehmen als für die Verkörperung des geblitzten Magiers. Nicht? Nein, vermutlich nicht. Da hilft auch eine furzende Schweizer-Armee-Leiche nichts. Aber gut, heute geht es um Imperium”, einen Film, in dem Daniel Radcliffe sich undercover bei der rechten Bewegung einschleicht. Warum er das macht? Nun ja, das ist tatsächlich die große Frage, die für mich persönlich auch nach dem Abspann unbeantwortet blieb.

Im Film gibt er den ganzen Stolz des FBI. Ein kluger junger Agent auf dem Weg nach oben, wäre da nur nicht seine Hornbrille und diese gewisse Introvertiertheit, die das eine Mal da ist, das andere Mal wieder nicht. Aber gut, sehen wir darüber einmal hinweg. Jedenfalls rutscht er so in seine erste Undercover-Mission und mutiert zum Skinhead. (Sagt man das so?) Diese Verwandlung hin zum erbarmungslosen Rechtsradikalen funktioniert wunderbar, zu gut sogar. Er mag weiterhin ein Agent mit Gewissen bleiben, doch durchschauen tut ihn keiner so recht, so viel Mühe sich seine neuen Kameraden auch geben.

Nate Foster, wie Radcliffe sich im Film nennt, dringt tiefer und tiefer in die dunkelsten Gewölbe der White Power”-Vertreter ein. Das ist zum Teil einmal mehr faszinierend - ich liebe American History X” - zum anderen aber auch etwas lapidar umgesetzt. Nicht immer weiß diese Ungewissheit, die der Film im Grunde zu vermitteln versucht, zu überzeugen: Was geschieht nun mit Nate? Wird er auffliegen? Wird er seinen Auftrag erfüllen können? Ach ja, der Auftrag. Irgendetwas soll er infiltrieren, irgendjemanden von irgendetwas abhalten. Und letztendlich hängt er sich dann doch an jemanden ganz anderes und der Fall gilt als gelöst. Das mag so geplant gewesen sein, doch die Umsetzung lässt doch zu wünschen übrig.

Ich mochte vieles an diesem Film nicht, vieles aber auch sehr. Radcliffe gibt an und für sich einen guten Undercover-Agent und einen noch besseren Rechtsradikalen ab. Trotz diversen Makeln macht es Spaß” ihm bei seinem Schauspiel zuzusehen. Was ich zudem mochte”, ist die Darstellung der vielen Facetten, die die rechte Bewegung ganz offensichtlich zu bieten hat. Auch innerhalb dieses Kreises gibt es Grüppchenbildung, was mir persönlich verhältnismäßig neu ist. Und unter diesen Grüppchen ist auch nicht immer alles Gold was glänzt. Man erhält tatsächlich neue Erkenntnisse über diese Szene, ob nun erfunden oder tatsächlich so. Insofern gefiel mir der Film im Großen und Ganzen, an ein Meisterwerk wie American History X” allerdings reicht er nicht heran. Leider nicht einmal ansatzweise.

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Wohl eher nicht.

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