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Inglourious Basterds Filmkritik

Inglourious Basterds” erzählt, wie von Quentin Tarantino gewohnt, mehrere Geschichten in einem Film. Unter anderem geht es um die Basterds selbst, eine Gruppe, zusammengewürfelt aus Amerikanern, Juden und deutschen Verrätern, die jetzt die Nazis so richtig aufmischen. Es geht um eine junge Frau, die damals vor dem gewalttätigem Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) fliehen konnte. Es geht um den (nicht ganz so realen) Untergang von Hitler.

Hochkarätig besetzt und für viele Oscars nominiert, schaffte es der Film jetzt auch über meine Glotze zu flimmern. Brad Pitt, Til Schweiger, Diane Kruger, Christoph Waltz, Daniel Brühl und viele mehr. Alles Namen, die man schon einmal gehört hat. Aber machen bekannte Schauspieler auch einen guten Film?

Tarantino ist für mich nicht nur ein Mann mit zu großem Kinn, sondern auch irgendwie ein Rätsel. So hatte er schon immer ein Händchen dafür jeden seiner Filme so zu gestalten, dass man auf anhieb wusste - ja, der ist von Quentin! Dazu zählt unter anderem eine Musikauswahl, die beständig zwischen Müll und Geniestreich schwankt. Dazu zählen schier endlose Gespräche, die in einem Film wirklich großartig sind, im anderen wiederum nur langweilig. Inglourious Basterds reiht sich hier wunderbar ein. Teilweise nervige Musik, langweilige Gespräche und zudem verspieltes Talent.

Es kommt, wie es kommen musste…

Hin- und hergerissen von Kritiken, die den Film entweder in den Himmel loben oder einfach nur fallen lassen, wie einen braunen Sack, fiel ich einmal mehr auf den Namen herein: Quentin Tarantino. Es gibt einfach zu viele Anhänger seiner Kunst, als dass man wegsehen könnte. So kam es, wie es kommen musste, ich war vom Film enttäuscht. Das knapp 2 1/2-stündige Blabla, die teils langweiligen Charaktere oder die nervige trällernde Musik - was sollte das denn bitte? Sicher sagen jetzt einige - hey, was erwartest du von einem Tarantino Film? Da wurde schon immer viel geredet! Stimmt. Aber bei Pulp Fiction zum Beispiel hatte das noch Stil. Bei Inglourious Basterds hatte ich irgendwie immer das Gefühl, dass es Tarantino lediglich darum ging einen Film mit 2.-Weltkriegs-Thematik zu machen. Ob der jetzt gut ist oder nicht - die Darsteller werdens schon reissen. Bis auf Ausnahme von Christoph Waltz mag das auch stimmen. Wobei ich die ganzen Lobeshymnen um Christoph Waltz auch nicht ganz verstehen kann. Klar hat er seine Sache gut gemacht. Aber was sollte das denn bitte am Schluss? Schon mal was von Overacting gehört?

Kurz noch zum Gewaltgrad des Filmes: Hier und da werden Skalps abgeschnitten, Köpfe mit Baseballschlägern eingeschlagen, Leute auf brutalste Art und Weise erschossen - ja, der Film ist brutal. Aber nur in Masen. Diese Szenen machen wahrscheinlich nicht mal 1% des Filmes aus.

Tja, was soll ich sagen?

  • langweilig
  • langatmig
  • unspektakulär
  • einfach nichts besonderes!

Fazit

Keine Empfehlung von meiner Seite aus. Der Film lebt nur von großen Namen wie Brad Pitt oder eben Quentin Tarantino. Ersetze die Darsteller durch unbekannte Laien - siehe da, ein B-Movie. Tarantino ist overhyped!

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