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Iron Man: Rise of Technovore Filmkritik

Der Multimilliardär Tony Stark wehrt in seiner Iron-Man-Rüstung den Angriff eines mysteriösen neuen Gegners ab. Dabei sterben unschuldige Menschen, darunter sein bester Freund War Machine, Lt. Colonel James Rhodes. Als S.H.I.E.L.D. Iron Man verhören will, entkommt dieser, um den Drahtzieher des Anschlags zu entlarven. Von Black Widow und Hawkeye verfolgt, bittet Iron Man den skrupellosen Ordnungshüter Punisher um Hilfe. Doch wie reagiert der Armored Avenger, als er nicht nur den Verantwortlichen findet, sondern auch die tödlichste Waffe überhaupt: Biotechnologie namens Technovore, die den gesamten Planeten auslöschen könnte?

Filmkritik

Iron Man: Rise of Technovore” setzt da an, wo Iron Man” mit Robert Downey Jr. endete, ist im Endeffekt aber doch nur eine weitere Episode im Leben des Kriegers aus Metall. Ähnlich wie bei Comics erscheinen immer mal wieder neue Filmchen, ob kurz oder lang, die dann mehr oder weniger überzeugen. Dieser Anime-Film weiß bedingt zu gefallen. Geschuldet ist dies nicht unbedingt dem gewöhnungsbedürftigen Anime-Stil, der hauptsächlich Fans desgleichen ansprechen dürfte, sondern dem austauschbaren Gegenspieler, der irgendwie nicht so ganz in den Film passen will. Dabei ist Technovore ein interessanter Gegner, der allerdings sehr an Alex Mercer aus dem Videospiel Prototype” erinnert, da seine physischen Fähigkeiten dem des Videospiel-Antihelden sehr ähnlich sind. Technovore, in schlichtem Weiß gehalten, scheint das absolute Gegenteil von Iron Man zu sein. Dabei handelt es sich genauso um eine Art Maschine, die allerdings ihrer Zeit voraus ist. Schuldig bleibt sie dem wissbegierigen Zuschauer lediglich ihre Herkunft.

Und dann wären da noch Hawkeye, Black Widow und der Punisher. Der Anime-Punisher. Wo Black Widow oder Hawkeye noch einigermaßen als ihresgleichen durchgehen, wirkt der Punisher nur noch lächerlich. Mit übertriebener Mähne, einem Stoppelbart bestehend aus 21 Stoppeln, sowie dem typischen Anime-Gesicht wirkt der Punisher mehr wie ein Milchmädchen auf Steroiden. Die deutsche Synchronstimme tut dazu ihr übriges. Dennoch habe ich mich gefreut, dass der Punisher und Iron Man zusammenarbeiten, nicht zuletzt, da Frank Castle auch hier ein paar blutige Kopfschüsse verteilen darf.

Auffällig ist die gelungene Musikauswahl, die - wie die Filme auch - unter anderem auf härtere Gitarrenriffs setzt. Doch auch das steht irgendwie im Widerspruch zum Anime-Stil. Ja, stellenweise wirkt es sogar absurd. Doch um ehrlich zu sein tut es das nur, weil man der Geschichte nicht störungsfrei folgen kann. Sie enthält ein paar Leerläufe, die dann allerdings immer wieder von sehr sehenswerten Aktionszenen unterbrochen werden. Doch was hilft das, wenn die Geschichte selbst lückenhaft und damit schlecht erzählt wirkt?

Es ist bestimmt nicht alles schlecht an Iron Man: Rise of Technovore”. Ich hatte Spaß beim Ansehen, kann den Film allerdings nur Hardcore-Fans empfehlen. Wer den Iron Man aus den Filmen mit Robert Downey Jr. erwartet, wird hier sicherlich leicht enttäuscht sein. Und auch sonst erinnert trotz S.H.I.E.L.D. nur wenig an The Avengers. Man muss dem Stil, sowie der Machart gegenüber vollständig aufgeschlossen sein. Erst dann kann man über offensichtliche Fehler hinwegsehen und diese kleine Episode im großen Marvel-Universum als eben solche akzeptieren.

Fazit

Iron Man ist und bleibt einer der coolsten Superhelden. Und das selbst dann, wenn der Gegenspieler in Dragonball Z”-Manier einfach wieder um eine Stufe stärker ist und sich mit Tony und dem Superhelden vor dem Bildschirm durch eine lückenhafte Geschichte kämpft.

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